25 March 2026, 12:17

Platonische Küsse unter Prominenten: Warum sie heute normal sind

Eine Zeichnung eines Mannes und einer Frau, die sich umarmen und küssen, mit einem Schädel im Hintergrund.

Platonische Küsse unter Prominenten: Warum sie heute normal sind

Platonische Küsse unter Freunden sind in den letzten Jahren deutlich sichtbarer geworden. Auf roten Teppichen und in sozialen Medien zeigen Prominente zunehmend liebevolle Gesten, die alte Vorurteile infrage stellen. Körpersprach-Expert:innen deuten diese Momente mittlerweile als urtümliche Rituale der Verbundenheit – und nicht als romantische Zuneigungsbekundungen.

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Scarlett Johansson und Jonathan Bailey sorgten für Schlagzeilen, nachdem sie sich auf dem roten Teppich bei der Premiere von Jurassic World: Rebirth küssten. Bailey verteidigte die Geste später mit den Worten, er glaube daran, Liebe in all ihren Formen zu zeigen. Johannssons Ehemann, Colin Jost, scherzte, sie hätten den Kuss vollziehen müssen, um den "Kreislauf zu schließen", und gab zu, Bailey – der offen schwul lebt – nicht als Konkurrenz zu empfinden.

Die Körpersprache-Expertin Judi James erklärte, solche Küsse seien nicht sexuell motiviert, sondern stärkten tiefe Freundschaften und reduzierten Stress. Sie verglich sie mit ähnlichem Verhalten bei Primaten, wo körperliche Nähe Sicherheit und Vertrauen auslöse.

Der Trend ist nicht neu. In den vergangenen fünf Jahren hat sich die öffentliche Wahrnehmung stark gewandelt. Virale Momente wie der Kuss zwischen BLACKPINKs Jennie und Lisa 2022 oder die Umarmung von Zendaya und Bella Thorne 2023 haben platonische Zuneigung normalisiert. Auch Stars wie Hannah Waddingham, Gigi Hadid und Madonna wurden bereits dabei gefilmt, wie sie weibliche Freund:innen in der Öffentlichkeit küssten.

Erst kürzlich gab die TV-Moderatorin Cat Deeley ihrer engen Freundin Charlie Brear zum Geburtstag spielerisch einen Kuss – ein Zeichen ihrer langjährigen platonischen Verbindung, die den gesellschaftlichen Wandel widerspiegelt: Solche Gesten stoßen heute auf weit weniger Kritik.

Freundschaftliche Küsse unter Prominenten sind längst keine Seltenheit mehr und lösen auch keine Kontroversen aus. Stattdessen zeigen sie eine wachsende Akzeptanz für liebevolle Gesten, die über Romantik hinausgehen. Expert:innen und die öffentliche Reaktion deuten darauf hin, dass solche Momente in Medien und Alltag künftig noch selbstverständlicher werden.

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