Razzia in Mittelfranken: Behörden decken Mindestlohnverstöße und Sozialbetrug auf
Niklas MeyerRazzia in Mittelfranken: Behörden decken Mindestlohnverstöße und Sozialbetrug auf
Behörden führen Razzia in Mittelfranken durch
Am Dienstag führten die Behörden in Mittelfranken unangekündigte Kontrollen durch. Die Finanzkontrolle Schwarzarbeit (FKS) leitete die Aktion, bei der Friseursalons, Barbiershops und Kosmetikstudios überprüft wurden. Die Prüfer kontrollierten die Einhaltung von Mindestlohnvorschriften, Sozialversicherungsregeln sowie mögliche Betrugsfälle.
Die FKS, die zum Hauptzollamt Nürnberg gehört, besuchte 60 Betriebe in der Region. Dabei wurden 140 Beschäftigte befragt und Unternehmensunterlagen wie Lohnabrechnungen und Finanzdokumente geprüft. Im Fokus standen drei zentrale Punkte: Verstöße gegen den Mindestlohn, unrechtmäßige Sozialleistungsansprüche und illegale Beschäftigung von Ausländern.
Bei den Kontrollen wurden 11 Verdachtsfälle auf Mindestlohnverstöße aufgedeckt. Zudem gab es 12 Hinweise auf möglichen Sozialbetrug. Die Zollbeamten arbeiteten dabei mit Vertretern der Rentenversicherung und anderen Kooperationspartnern zusammen.
Die Ermittlungen werden nun vertieft. Die Behörden werten die Aussagen der Beschäftigten und die Geschäftsunterlagen detailliert aus. Die ersten Ergebnisse stammen vom Hauptzollamt Nürnberg selbst.
In mehr als einem Fünftel der überprüften Betriebe gab es Hinweise auf mögliche Verstöße. Nachfolgeuntersuchungen sollen klären, ob Strafen oder rechtliche Schritte notwendig sind. Die Ergebnisse könnten zu strengeren Kontrollen in ähnlichen Branchen der Region führen.






