Rébecca Chaillons radikale Performance Die Parabel des Hasses feiert Uraufführung in Wien
Claudia SchmitzRébecca Chaillons radikale Performance Die Parabel des Hasses feiert Uraufführung in Wien
Rébecca Chaillon präsentiert bei den Wiener Festwochen ihre neue Performance Die Parabel des Hasses
Bei den Wiener Festwochen in Wien hat Rébecca Chaillon ihre neue Performance Die Parabel des Hasses uraufgeführt. Die fast drei Stunden dauernde Show lässt sich von Octavia Butlers Roman Die Parabel der Säerin inspirieren und setzt sich kritisch mit der Abnehmkultur auseinander. Der Titel spielt mit den französischen Wörtern für „Parabel“, „Satellitenschüssel“ und „Wut“.
Die Performance erkundet das Leben und die Kämpfe dicker Menschen, taucht ein in ihre Wurzeln, körperliche Gewalt und das Leid an ihrem eigenen Körper. Eingewoben werden auch die realen Geschichten einer Popstar und einer Astrophysikerin, die wie Chaillon aus derselben stigmatisierten Banlieue stammen. Die Regisseurin, die sich selbst als „schwarze, dicke, kinderlose, alternde Lesbe“ beschreibt, genießt in der französischen Kulturszene Kultstatus.
Auf der Bühne ziehen sich sieben Schauspieler:innen nackt aus und interagieren im Verlauf der Vorstellung mit Butter. Julie Teuf reicht dem Publikum Butterstücke, lädt es zum Probieren ein und verlost Lebensmittel. Am Ende posieren die Darsteller:innen – nun in goldener Unterwäsche – in Bodybuilder-Posen, nachdem sie sich mit selbstgemachter Butter eingerieben haben.
Das Stück kritisiert die Demütigungen und Absurditäten von Formaten wie The Biggest Loser. Es verbindet Provokation mit Themen wie Glaube, Identität und Widerstand. Das Publikum verlässt den Raum mit einem sinnlichen, ungeschönten Erlebnis der zentralen Ideen der Performance.






