Rebhuhn in Deutschland kurz vor dem Aus – letzte Rettungsversuche in Bayern
Mia SchmittRebhuhn in Deutschland kurz vor dem Aus – letzte Rettungsversuche in Bayern
Das Rebhuhn gilt in den deutschsprachigen Regionen nun als gefährdet. Sein Bestand ist dramatisch eingebrochen, in der Schweiz wird die Art bereits als ausgestorben betrachtet. In Deutschland laufen derzeit in Schwarzenfeld, Bayern, Bemühungen, die Population wiederzubeleben.
In Deutschland brach der Bestand des Rebhuhns vor allem durch unerbittliche Bejagung, insbesondere bei Treibjagden, zusammen. Auch die industrielle Landwirtschaft trug maßgeblich dazu bei, indem sie Lebensräume zerstörte und Nahrungsquellen wie Insekten dezimierte. Schutzmaßnahmen kamen zu spät, um den Schaden rückgängig zu machen.
In Schwarzenfeld, Ostbayern, wurden nun nachgezüchtete Rebhühner ausgesetzt, um ihr vollständiges Verschwinden zu verhindern. Der örtliche Jagdverband schlägt vor, Beutegreifer wie Füchse und Habichte als „Schädlinge“ zu bekämpfen. Allerdings stehen alle Greifvögel in Deutschland unter strengem Schutz – wer sie tötet, muss mit Haftstrafen von bis zu fünf Jahren rechnen.
Trotz dieser Anstrengungen glauben Experten, dass die Artenschutzprojekte scheitern könnten. Die Zerstörung natürlicher Lebensräume ist bereits zu weit fortgeschritten, was eine Erholung erschwert. Kritiker argumentieren, dass das Töten einer Art, um eine andere zu retten, kein echter Artenschutz sei – das eigentliche Problem bleibe die menschliche Aktivität.
Die Zukunft des Rebhuhns in Deutschland bleibt ungewiss. Zwar geben die Aussetzungen gezüchteter Tiere Hoffnung, doch der Verlust von Lebensraum und der anhaltende menschliche Einfluss bleiben große Hindernisse. Strenge Schutzbestimmungen für Greifvögel erschweren zudem Maßnahmen zur Beutegreiferkontrolle.






