Regensburg enthüllt Gedenkstein für deportierte Russlanddeutsche nach 80 Jahren
Mia SchmittRegensburg enthüllt Gedenkstein für deportierte Russlanddeutsche nach 80 Jahren
Gedenkstein für vertriebene und deportierte Russlanddeutsche in Regensburg enthüllt
Am 18. September 2021 wurde in Regensburg ein Gedenkstein für die aus Russland vertriebenen und deportierten ethnischen Deutschen feierlich enthüllt. Die Zeremonie markierte den 80. Jahrestag des Beschlusses des Sowjetischen Präsidiums, der 1941 zu Massendeportationen führte. Rednerinnen und Redner der Veranstaltung erinnerten an die langfristigen Folgen dieser Zwangsumsiedlungen.
Die Initiative zur Schaffung des Denkmals ging vom Regensburg-Kreis des Landsmannschaft der Deutschen aus Russland aus. Der Steinmetzmeister Wilhelm Justus, der den Gedenkstein gestaltete, erläuterte während der Feier dessen Design und Symbolik. Nach der Enthüllung wurde das Denkmal feierlich gesegnet.
Die evangelische Pfarrerin Dr. Bärbel Mayer-Schärtel und Pfarrer Michael Fuchs leiteten gemeinsam eine Gedenkveranstaltung für die Opfer des Zweiten Weltkriegs und seiner Nachkriegszeit. Valentina Wudtke, Vorsitzende des Verbandes, bezog sich in ihrer Eröffnungsrede auf einen Buchtitel und verband die Veranstaltung mit historischen Berichten über die Deportationen.
Der sowjetische Erlass vom 28. August 1941 hatte die Zwangsumsiedlung ethnischer Deutscher angeordnet und großes Leid verursacht. Um der Betroffenen zu gedenken, wird an der Gedenkstätte künftig jährlich im August ein ökumenischer Gottesdienst, eine Totenmesse und eine Kranzniederlegung stattfinden.
Der neue Gedenkstein steht als dauerhafte Mahnung an die 1941 begonnenen Deportationen. Künftige Zeremonien sollen sicherstellen, dass die Opfer jedes Jahr in Erinnerung bleiben. Die Veranstaltung in Regensburg brachte Gemeinschaftsvertreter und Nachkommen zusammen, um eines schmerzhaften Kapitels der Geschichte zu gedenken.






