16 March 2026, 00:53

Rekord bei Integrationskursen – doch Deutschland kürzt Fördergelder für Ukrainer:innen und Asylsuchende

Ein detaillierter Plan der ersten deutschen Grafschaft Tirol, der geographische Elemente wie Flüsse, Berge und Städte enthält und von informativem Text und Bildern begleitet wird.

Rekord bei Integrationskursen – doch Deutschland kürzt Fördergelder für Ukrainer:innen und Asylsuchende

Deutschlands Integrationskurse verzeichnen 2023 Rekordbeteiligung – doch Fördergelder werden gekürzt

Im Jahr 2023 erreichten Deutschlands Integrationskurse einen neuen Höchststand: 363.000 Teilnehmende besuchten staatlich geförderte Sprach- und Orientierungskurse. Die Bundesregierung übernimmt dabei bis zu 3.500 Euro pro Person – doch neue Regelungen werden die Förderung für bestimmte Gruppen bald einschränken. Ukrainer:innen, Asylsuchende und EU-Bürger:innen erhalten künftig keine Zuschüsse mehr, wenn sie freiwillig an den Kursen teilnehmen.

Ein Standard-Integrationskurs umfasst 700 Unterrichtseinheiten, für die das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF) 4,58 Euro pro Einheit zahlt. Damit werden Grundlagen in Sprache und Alltagskunde abgedeckt, wobei zusätzliche Kosten für Einstufungstests und Abschlussprüfungen anfallen. Teilnehmende, die es sich leisten können, müssen sich mit 2,29 Euro pro Einheit beteiligen – fast ein Drittel der Kursteilnehmer:innen trägt somit einen Teil der Kosten selbst.

Selbstzahler:innen dürfen nicht weniger als den geförderten Satz belastet werden. Bisher übernahm der Staat die Kosten für anspruchsberechtigte Gruppen, doch nun gibt es Änderungen: Ukrainer:innen, Asylsuchende und EU-Bürger:innen erhalten künftig keine automatische Förderung mehr, wenn sie freiwillig teilnehmen. Eine Teilnahme bleibt zwar möglich – allerdings nur noch als Selbstzahler:innen.

2023 stellten Ukrainer:innen die größte Gruppe unter den Teilnehmenden, gefolgt von Menschen aus Syrien und Afghanistan. Die hohe Nachfrage spiegelt die anhaltenden Bemühungen Deutschlands wider, Neuankömmlinge durch strukturierte Sprach- und Kulturkurse zu integrieren.

Die neuen Förderregeln verlagern die Kosten auf einige Teilnehmende, die bisher Zuschüsse erhielten. Betroffene können weiterhin an den Kursen teilnehmen, müssen die Gebühren aber vollständig selbst tragen. Die Änderungen erfolgen zu einer Zeit, in der Deutschland weiterhin eine hohe Beteiligung an seinen Integrationsprogrammen verzeichnet.

AKTUALISIERUNG

BAMF kündigt Einstellung der Integrationskurse 2026 an

Neue Berichte bestätigen, dass das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF) eine vollständige Aufnahmeeinstellung für Integrationskurse für das Haushaltsjahr 2026 verhängt hat. Diese Maßnahme verschärft frühere Finanzierungsbeschränkungen, indem sie alle neuen Anmeldungen mit Ausnahme von Selbstzahlern stoppt. Die Entscheidung folgt auf Budgetüberschreitungen in den vergangenen Jahren, wobei das BAMF die Notwendigkeit betont, den Zugang zu den Kursen an die verfügbaren Mittel anzupassen. Trotz einer Milliarden-Euro-Zuweisung für 2026 zielt die Einstellung darauf ab, unvorhersehbare Ausgabenmuster zu adressieren und die langfristige finanzielle Stabilität des Programms sicherzustellen.