23 May 2026, 18:12

Rekordzahl: Über 300.000 Menschen erhielten 2025 die deutsche Staatsbürgerschaft

Deutschland erlebt einen historischen Bürgerrechtsboom

Rekordzahl: Über 300.000 Menschen erhielten 2025 die deutsche Staatsbürgerschaft

Deutschland verzeichnet einen rekordverdächtigen Anstieg bei Einbürgerungen: Im Jahr 2025 erhielten über 309.852 Menschen die deutsche Staatsbürgerschaft. Der deutliche Zuwachs folgt auf jüngste Reformen, die die Mindestaufenthaltsdauer von acht auf fünf Jahre verkürzten und den Zugang zur doppelten Staatsangehörigkeit erleichterten.

Cashback bei deinen
Lieblingsrestaurants und Services

Kaufe Gutscheine und spare in deinen Lieblingsorten in deiner Nähe

LiberSave App auf Smartphones

Ein Grund für den Anstieg liegt in der Tatsache, dass Migrantinnen und Migranten, die während der Flüchtlingswelle 2015–2016 nach Deutschland kamen, nun die geforderte Aufenthaltsdauer erfüllen. Viele von ihnen leben bereits so lange im Land, dass sie unter den neuen Regelungen die Voraussetzungen für die Einbürgerung erfüllen. Syrien bleibt das häufigste Herkunftsland der neuen Staatsbürger, doch auch die Zahl der Einbürgerungen von türkischen und russischen Staatsangehörigen steigt spürbar.

Besonders stark war der Anstieg in Berlin, wo fast doppelt so viele Menschen eingebürgert wurden wie im Vorjahr. Brandenburg verzeichnete einen Zuwachs von 25 Prozent bei den Einbürgerungen. Bewerber müssen weiterhin ihre finanzielle Unabhängigkeit nachweisen und weitere Bedingungen erfüllen, bevor sie die Staatsbürgerschaft erhalten.

Für 2027 wird mit einer weiteren Welle von Anträgen gerechnet. Viele ukrainische Geflüchtete, die 2022 nach Deutschland kamen, werden dann die Fünf-Jahres-Frist erreichen und können einen Antrag stellen.

Die Zahlen von 2025 markieren den höchsten Stand an Neubürgern in der jüngeren Geschichte Deutschlands. Die Reformen haben die Einbürgerung beschleunigt und den Prozess insbesondere für langjährig hier lebende Menschen zugänglicher gemacht. Behörden erwarten einen weiteren Anstieg, sobald mehr Geflüchtete und Migrantinnen die aktualisierten Anforderungen erfüllen.

Quelle