Renault-Nissan-Mitsubishi setzt auf Elektroautos und 14 Millionen Fahrzeuge bis 2022
Niklas MeyerRenault-Nissan-Mitsubishi setzt auf Elektroautos und 14 Millionen Fahrzeuge bis 2022
Das Bündnis Renault-Nissan-Mitsubishi (RNM) hat ehrgeizige Ziele für Wachstum und Innovation gesetzt. Die Gruppe strebt an, bis 2022 14 Millionen Fahrzeuge zu verkaufen und gleichzeitig ihr Angebot an Elektrofahrzeugen auszubauen. Diese Pläne kommen zu einer Zeit, in der die Automobilbranche tiefgreifende technologische und marktbedingte Veränderungen durchläuft.
2016 erwarb das Bündnis eine Mehrheit von 34 Prozent an Mitsubishi und stärkte damit seine globale Präsenz. Bis 2022 plant es die Einführung von zwölf neuen Elektrofahrzeugmodellen, wobei elektrifizierte Fahrzeuge 30 Prozent des Gesamtabsatzes ausmachen sollen. Zudem stützt sich das Unternehmen auf ein umfangreiches Netzwerk von rund 6.000 Zulieferern, die seine Aktivitäten unterstützen.
Die gesamte Automobilindustrie befindet sich im rasanten Wandel. Mit der Markteinführung autonomer Fahrzeuge für den Massenmarkt wird innerhalb des nächsten Jahrzehnts gerechnet. Gleichzeitig dominieren große Technologiekonzerne den Sektor zunehmend – gemessen an der Marktkapitalisierung. Auch eine Konsolidierung der Branche ist zu beobachten, etwa durch Fusionen wie die von Magneti Marelli und Calsonic Kansei oder die Partnerschaft zwischen Faurecia und ZF.
Die globale Fahrzeugproduktion soll in diesem Jahr um sieben bis acht Prozent zurückgehen. Dennoch wird die Branche zwischen 2016 und 2022 ihre Gesamtproduktion um 15 Millionen Fahrzeuge steigern. Viele moderne Fahrzeuge unterstützen mittlerweile Software-Updates per Funk, was die Effizienz der Lieferkette erhöht.
Das RNM-Bündnis positioniert sich für eine Zukunft, die von Elektrifizierung und autonomem Fahren geprägt sein wird. Seine Expansionspläne und technologischen Investitionen spiegeln die allgemeinen Branchentrends wider. Diese Schritte könnten den Wettbewerb und die Produktion in den kommenden Jahren neu gestalten.






