24 June 2026, 08:11

Rentenreform: Höheres Eintrittsalter und kapitalgedeckte Säule geplant

Woidke für Beteiligung aller Berufsgruppen in der Renten-Debatte

Rentenreform: Höheres Eintrittsalter und kapitalgedeckte Säule geplant

Die Rentenkommission hat weitreichende Reformen für das deutsche Rentensystem vorgeschlagen. Zu den Empfehlungen gehören eine Anhebung des gesetzlichen Renteneintrittsalters sowie die Einführung einer neuen kapitalgedeckten Rentenkomponente. Die Pläne haben bereits eine politische Debatte ausgelöst.

Die Kommission schlägt vor, das gesetzliche Renteneintrittsalter an die Lebenserwartung zu koppeln und es schrittweise über 67 Jahre hinaus anzuheben. Zudem soll die Möglichkeit des vorzeitigen Renteneintritts für Versicherte mit 45 oder mehr Beitragsjahren abgeschafft werden. Eine neue kapitalgedeckte Säule würde das umlagefinanzierte System ergänzen.

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Selbstständige und Politiker müssten laut den Vorschlägen künftig in die gesetzliche Rentenversicherung einzahlen. Beamte blieben jedoch weiterhin ausgenommen. Dennoch empfahl die Kommission, das Renteneintrittsalter für Beamte an das gesetzliche System anzugleichen.

Bundeskanzler Friedrich Merz kündigte an, die Empfehlungen der Kommission zügig umzusetzen. Brandenburgs Ministerpräsident Dietmar Woidke forderte eine breite Diskussion über die Reformen. Er betonte, dass deren Auswirkungen auf Rentner in Ostdeutschland geprüft werden müssten und dass alle Berufsgruppen – einschließlich der Beamten – in die Debatte einbezogen werden sollten.

Die AfD und die BSW kritisierten die Pläne zur Anhebung des Renteneintrittsalters und zur Einschränkung des vorzeitigen Ruhestands.

Die vorgeschlagenen Reformen zielen darauf ab, die langfristige Stabilität des deutschen Rentensystems zu sichern. Sie umfassen eine Erhöhung des Renteneintrittsalters, die Einführung einer neuen Rentensäule sowie eine Ausweitung der Beitragspflicht. Die politischen Reaktionen zeigen sowohl Zustimmung als auch Ablehnung der geplanten Änderungen.

Quelle