Rheinmetall verkauft zivile Power-Systems-Sparte für 350 Millionen Euro an AEQUITA
Tim KellerRheinmetall verkauft zivile Power-Systems-Sparte für 350 Millionen Euro an AEQUITA
Rheinmetall verkauft zivile Power-Systems-Sparte für vorläufig 350 Millionen Euro an AEQUITA
Rheinmetall hat sich mit der Investmentfirma AEQUITA auf den Verkauf seiner zivilen Sparte Power Systems für vorläufig 350 Millionen Euro geeinigt. Der Deal markiert einen weiteren Schritt in der Neuausrichtung des Konzerns auf die Produktion von Militärtechnik. Die Sparte hatte im vergangenen Jahr zwar noch einen Umsatz von rund zwei Milliarden Euro erwirtschaftet, wurde jedoch seit Ende 2025 als aufgegebenes Geschäftsfeld geführt.
Der Verkauf folgt auf frühere Veräußerungen von Rheinmetalls Groß- und Kleinbohr-Kolbenaktivitäten in den Jahren 2023 und 2024. Mit diesem jüngsten Schritt rückt das Unternehmen noch stärker in den Fokus auf Rüstung und Wehrtechnik. Von der Transaktion ausgenommen sind drei deutsche Standorte der KS Huayu AluTech, die im Rahmen eines Joint Ventures bei Rheinmetall verbleiben.
AEQUITA übernimmt 6.250 Mitarbeiter und führt Marken weiter Die Investmentgesellschaft plant, alle 6.250 Beschäftigten zu übernehmen und die Geschäfte unter den etablierten Marken Pierburg, Kolbenschmidt und Motorservice fortzuführen. Axel Geuer, Vorstandsvorsitzender und Co-CEO von AEQUITA, erklärte, der Zukauf werde den Umsatz des Automobilsegments des Unternehmens auf etwa fünf Milliarden Euro steigern. Parallel dazu wird Rheinmetalls Tochter Dermalog SensorTec in die Sparte Waffen und Munition integriert, wobei der Standort Neuss erhalten bleibt.
Das spanische Rheinmetall-Werk in Abadiano, das derzeit von Pierburg S.A. betrieben wird, soll in einer Übergangsphase als Hybridstandort weiterlaufen, bevor es vollständig auf militärische Produktion umgestellt wird. Der Deal steht noch unter dem Vorbehalt behördlicher Genehmigungen und finaler Anpassungen; der Abschluss wird für das vierte Quartal 2026 erwartet.
„Historischer Meilenstein“ für Rheinmetall Konzerchef Armin Papperger bezeichnete die Vereinbarung als „historischen Meilenstein“ für das Unternehmen. Der Verkauf unterstreiche die strategische Neuausrichtung auf den Verteidigungssektor, während gleichzeitig Arbeitsplätze gesichert und die Markenkontinuität unter AEQUITA gewahrt bleibe. Die Transaktion soll finalisiert werden, sobald alle Bedingungen erfüllt sind.






