Riesiger Batteriespeicher für Pfaffenhofen soll Netzstabilität revolutionieren
Mia SchmittRiesiger Batteriespeicher für Pfaffenhofen soll Netzstabilität revolutionieren
Großes neues Batteriespeichersystem für Pfaffenhofen an der Ilm
Die Bayernwerk Natur GmbH hat die Intilion AG mit dem Bau, der Installation und der Wartung einer Batteriespeicheranlage mit 15 Megawatt Leistung und 30 Megawattstunden Kapazität beauftragt. Die Bauarbeiten am Umspannwerk Reisgang begannen Anfang dieses Monats; die Netzanbindung soll bis Ende des Jahres erfolgen.
Das Projekt wurde am Montag offiziell bekannt gegeben. Intilion liefert ein modulares Containersystem, das Batterieeinheiten, Wechselrichter und Transformatoren umfasst. Das Unternehmen setzt auf Lithium-Eisenphosphat-Batterien in Kombination mit eigener Steuerungstechnik.
Das Steuerungssystem der Anlage besteht aus zwei zentralen Komponenten: der Application Unit (IAU) und der Control Unit (ICU). Die IAU übernimmt die zentrale Betriebssteuerung, stellt die Verbindung zu externen Schnittstellen her und sorgt für die Einhaltung der Netzvorgaben. Zudem ist sie für Aufgaben wie die Bereitstellung von Regelreserve zuständig. Die ICU hingegen vernetzt alle Komponenten, steuert die Wechselrichter, regelt die Klimatisierung und bindet Brandschutzmaßnahmen ein.
Nach der Inbetriebnahme wird das Speichersystem zur Stabilisierung der Netzfrequenz beitragen, indem es Primärregelleistung bereitstellt. Darüber hinaus speichert es überschüssige Energie und gibt sie bei Spitzenlast wieder ab. Das Projekt reiht sich in Intilions laufende Arbeiten an zwei 100-MWh-Anlagen in Mainz und Wiesbaden ein, deren Fertigstellung für Anfang 2027 geplant ist.
Die Pfaffenhofener Anlage soll noch vor Jahresende 2024 ans Netz gehen. Durch ihr modulares Design und die fortschrittliche Steuerungstechnik soll sie die Netzstabilität verbessern. Das Vorhaben erweitert Intilions wachsendes Portfolio an großskaligen Energiespeicherlösungen.






