24 May 2026, 08:13

Rossinis Die Reise nach Reims glänzt mit Feuerwerk und funkelnder Koloratur

"Il viaggio a Reims" in Salzburg: Eine völlig übertriebene, turbulente Revue

Rossinis Die Reise nach Reims glänzt mit Feuerwerk und funkelnder Koloratur

Rossinis Opera buffaDie Reise nach Reims kehrt in einer funkelnden Neuinszenierung auf die Bühne zurück

Das 1825 für die Krönung von König Karl X. geschriebene Werk begleitet Gäste aus der High Society in einem französischen Provinzhotel. Diese Wiederbelebung glänzt mit einem ensemblestarken Cast und einer Reihe spektakulärer Bühneneinlagen – darunter brennende Harfen und Pistolenknalle.

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Die Handlung spielt im Hotel Goldene Lilie, wo Aristokraten und Exzentriker zusammenkommen, bevor sie sich auf den Weg nach Reims machen. Cecilia Bartoli führt als Corinna durch das Geschehen und präsentiert eine atemberaubende Koloratur-Virtuosität. Ihre Darstellung setzt den Maßstab für die vokalen Feuerwerke der Oper.

Edgardo Rochas samtweicher Tenor verleiht Belfiore Wärme, während Dmitry Korchaks wendige Stimme die schwindelerregenden Anforderungen des Grafen Libenskof meistert. Tara Erraught begeistert als Madame Cortese, deren Jodeln eine spielerische Note einbringt. Marina Viotti und Mélissa Petit glänzen als Gräfin Melibea und Gräfin di Folleville, jede mit souveräner Bühnenpräsenz.

Doch nicht nur gesanglich überzeugt die Produktion: Auch körperlich ist sie ein Spektakel. Das Ensemble meistert akrobatische Einlagen mit Präzision, während eine Harfe dramatisch in Flammen aufgeht und mitten in der Vorstellung Schüsse fallen. Gianluca Capuano dirigiert Les Musiciens du Prince-Monaco, ein Orchester mit historischen Instrumenten, und sorgt dafür, dass die Musik vor Energie sprüht. Die 14 Solisten zeigen nicht nur vokalen Glanz, sondern auch bemerkenswerte Ausdauer und bewältigen die unerbittlichen Anforderungen der Partitur mit Bravour.

Diese Inszenierung von Die Reise nach Reims verbindet gesangliche Meisterleistung mit mutigem Bühnenbild. Von Bartolis funkelnden Läufe bis zu den akrobatischen Einlagen des Ensembles bringt die Aufführung Rossinis komisches Meisterwerk zum Leben. Das Publikum verlässt den Saal mit dem Bild der flammenden Harfen und schwebenden Arien noch frisch im Gedächtnis.

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