Schulleiterin lehnt 150-Euro-Spende für Schwimmunterricht aus politischen Gründen ab
Claudia SchmitzSchulleiterin lehnt 150-Euro-Spende für Schwimmunterricht aus politischen Gründen ab
Ein Schulleiter in Bremerhaven hat eine Spende von 150 Euro von Jan Timke für Schwimmunterricht abgelehnt – aus politischen Gründen. Timke, Mitbegründer der Protestgruppe Bürger in Wut, die später in Bündnis Deutschland aufging, hatte das Geld angeboten, nachdem er erfahren hatte, dass die Schule Unterstützung benötigte.
Ein Bekannter hatte Timke darauf aufmerksam gemacht, dass der Schule 150 Euro für den Schwimmunterricht fehlten. Daraufhin bot er an, die Kosten zu übernehmen. Die Schulleiterin lehnte die Spende jedoch ab und schickte das Geld umgehend zurück – mit der Begründung, politische Bedenken zu haben.
Timke kritisierte die Entscheidung der Schulleiterin scharf. Als Beamtin und Schulverantwortliche müsse sie politisch neutral bleiben, argumentierte er. Zudem warf er ihr vor, persönliche Ansichten über das Wohl der Kinder zu stellen.
Nach der Absage lud Timke öffentlich andere gemeinnützige Organisationen in Bremerhaven ein, sich bei ihm zu melden, falls sie die 150 Euro gebrauchen könnten. Später teilte ihm die Schulleiterin mit, dass ein anderer Spender für den Schwimmunterricht gefunden worden sei.
Die Spende wurde zurückgegeben, und der Schwimmunterricht erhielt stattdessen eine alternative Finanzierung. Timkes Angebot und die anschließende Kritik verdeutlichen die anhaltenden Spannungen zwischen politischer Gesinnung und öffentlichen Ämtern. Bündnis Deutschland ist derzeit nur im Bremer Landesparlament vertreten.






