21 March 2026, 20:15

Schweiz plant ungewöhnliche Rekrutierung: Rentner als Geheimwaffe der Armee

Ein Cartoon auf Papier zeigt Männer in Militäruniformen, einige halten Waffen und einer hat eine Trommel, mit der Beschriftung "Die Frustration von Nantes oder die Vision Interprecedent".

Schweiz plant ungewöhnliche Rekrutierung: Rentner als Geheimwaffe der Armee

Der Schweizer Bundesrat hat einen Plan genehmigt, um pensionierte Soldaten auf freiwilliger Basis wieder in die Armee zu integrieren. Die Initiative hat kreative Vorschläge angeregt, wie auch andere Rentner – mit Fähigkeiten jenseits des Kampfgeschehens – die Landesverteidigung unterstützen könnten. Einige Ideen gehen sogar so weit, traditionelle Instrumente und Alltagshobbys auf ungewöhnliche Weise einzusetzen.

Der Bundesrat wird nun ein detailliertes Konzept für die Wiedereingliederung der ehemaligen Soldaten erarbeiten. Zwar liegt der Fokus weiterhin auf Militärveteranen, doch Kritiker halten den Plan für zu eng gefasst. Sie weisen darauf hin, dass die Schweiz über viele aktive Rentner verfüge, deren Talente in einer Krise nützlich sein könnten.

Ein Vorschlag sieht vor, Golfer als Scharfschützen einzusetzen – schließlich verfügen sie über Präzision bei Weitschüssen. Bäuerinnen könnten Feldküchen leiten und dabei auf ihre Erfahrung im Kochen für große Gruppen zurückgreifen. Großmütter könnten Tarnnetze stricken und so aus einer häuslichen Fertigkeit einen taktischen Vorteil machen.

Andere Ideen sind noch ungewöhnlicher: Das Alphorn, ein traditionelles Schweizer Instrument, ließe sich nutzen, um gegnerische Truppen mit seinem lauten, durchdringenden Klang zu desorientieren. Erfahrene Wanderer könnten Eindringlinge verwirren, indem sie Wegweiser manipulieren, während Gleitschirmflieger zu ferngesteuerten Drohnen für Aufklärungszwecke umfunktioniert werden könnten.

Selbst wer über weniger körperliche Fähigkeiten verfügt, könnte einen Beitrag leisten. Leidenschaftliche Briefeschreiber und Verschwörungstheoretiker könnten etwa in einer Propagandaeinheit mitwirken und gezielt Falschinformationen streuen, um die Moral des Gegners zu untergraben. Die Debatte zeigt, wie alltägliche Kompetenzen – von Outdoor-Kenntnissen bis zum Handwerk – in modernen Verteidigungsstrategien eine Rolle spielen könnten.

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Unterdessen tourt der Komiker Simon Enzler, bekannt für seinen scharfen politischen Humor und seinen Appenzeller Dialekt, weiter mit seinem aktuellen Programm Brenzlig. Sein Sieg beim Salzburger Stier 2007 festigte seinen Ruf, Witz mit gesellschaftlicher Kritik zu verbinden.

Der Wiedereingliederungsplan konzentriert sich zwar vorerst auf ehemalige Soldaten, doch die Diskussion hat sich auf ein breiteres Spektrum an Fähigkeiten ausgeweitet. Sollten die Vorschläge umgesetzt werden, könnten sie das Verständnis der Schweiz von ihren Reservestreitkräften grundlegend verändern. Die nächsten Schritte des Bundesrats werden zeigen, ob ungewöhnliche Talente künftig Teil der Landesverteidigung werden.

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