29 April 2026, 14:19

Škoda trotzt VW-Krise mit Rekordgewinn und klarem Hybrid-Kurs

Schwarzer und grüner Skoda Kodiaq elektrischer SUV auf einer Stadtstraße mit Gebäuden, Bäumen und Laternen im Hintergrund.

Škoda trotzt VW-Krise mit Rekordgewinn und klarem Hybrid-Kurs

Škoda verzeichnete für das Jahr 2022 starke Finanzzahlen – trotz der größeren Probleme beim Mutterkonzern Volkswagen stieg der Gewinn des tschechischen Automobilherstellers deutlich an. Der Betriebserfolg des Unternehmens kletterte um 30 Prozent auf 2,3 Milliarden Euro, während der Nettogewinn der VW-Gruppe im gleichen Zeitraum um 31 Prozent einbrach.

Der Erfolg der Marke basiert auf einer Kombination aus niedrigeren Kosten und einem breiten Produktportfolio, das Diesel-, Hybrid- und Elektromodelle umfasst. Dennoch hat Škoda angekündigt, keine Variante des geplanten VW-ID.Every1-Elektroautos auf den Markt zu bringen, um eine Konkurrenz zum Schwestermarke zu vermeiden.

Der Umsatz von Škoda stieg im vergangenen Jahr um 4,7 Prozent auf 27,8 Milliarden Euro. Gleichzeitig verbesserte sich die operative Marge auf 8,3 Prozent – ein Wert, den das Unternehmen bis 2030 auf 10 Prozent steigern will. CEO Thomas Schäfer führte die positiven Ergebnisse auf wettbewerbsfähige Arbeits- und Energiekosten in Tschechien sowie das vielseitige Fahrzeugangebot zurück.

Ein vollständiger Ausstieg aus Verbrennermotoren steht für den Hersteller derzeit nicht zur Debatte. Modelle wie der Fabia, der Scala und der Kamiq sollen mindestens bis Ende des Jahrzehnts weiterproduziert werden. Parallel dazu baut Škoda sein Hybridangebot aus und plant für 2026 die Markteinführung eines rein elektrischen Siebensitzers.

Schäfer wies auch Spekulationen zurück, wonach Teile der VW-Produktion in tschechische Werke verlagert werden könnten. Die Škoda-Standorte arbeiteten bereits an ihrer Kapazitätsgrenze, sodass kein Spielraum für zusätzliche Fertigungen bestehe. Stattdessen konzentriere man sich darauf, traditionelle Antriebe mit der Elektrifizierung in Einklang zu bringen – ohne dabei in direkte Konkurrenz zu Volkswagens eigener E-Offensive zu geraten.

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Während Volkswagen mit branchenweiten Herausforderungen kämpft, beweist Škoda mit seinem kosteneffizienten Modell, dass Wachstum möglich ist. Der Hersteller wird weiterhin Benzin- und Dieselautos bauen, gleichzeitig aber schrittweise Hybrid- und Elektrofahrzeuge ausbauen. Mit dem geplanten siebenitzigen E-Auto positioniert sich die Marke für eine Mischung aus bewährter und neuer Technologie in den kommenden Jahren.

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