Sparpläne der Stadtverwaltung spalten lokale Politiker und Parteien
Die Sparvorschläge der Stadtverwaltung stoßen bei den politischen Parteien auf geteilte Reaktionen. Die Pläne wurden am Montag von Bürgermeister Marcel Kreutz und Kämmerer Thore Eggert vorgestellt und zielen auf Einsparungen bei Personal- und Betriebskosten ab. Der Stadtrat hatte zuvor den Haushaltsentwurf für 2026 abgelehnt und zusätzliche Kürzungen in Höhe von 3,8 Millionen Euro gefordert.
Bereits im März hatte der Stadtrat den von der Verwaltung eingereichten Haushalt zur Überarbeitung zurückgewiesen. Gefordert wurden weitere Einsparungen von 3,8 Millionen Euro, bevor eine Zustimmung erfolgen könne. Am Montag präsentierten Kreutz und Eggert die überarbeiteten Maßnahmen, die Kürzungen in verschiedenen Fachbereichen vorsehen.
Die CDU zeigte sich mit dem überarbeiteten Plan zwar zufrieden, kritisierte jedoch, dass es an Weitsicht fehle, um die tieferliegenden finanziellen Probleme der Stadt anzugehen. Zwar anerkenne man, dass viele kleine Einsparungen in der Summe Wirkung zeigten, doch würden diese die langfristigen strukturellen Herausforderungen nicht lösen. Die Partei betonte zudem, dass es darum gehe, durch Digitalisierung und effizientere Abläufe die Produktivität zu steigern – und nicht, die Mitarbeiter zu überlasten.
SPD und Grüne äußerten hingegen Bedenken hinsichtlich der Auswirkungen der Kürzungen. Sie kritisierten Einsparungen bei der Sozialhilfe, der Feuerwehr und dem Katastrophenschutz und warnten vor möglichen Verschlechterungen der Dienstleistungen sowie einer zusätzlichen Belastung der Beschäftigten. Trotz Anerkennung der Arbeit der Verwaltung forderten sie eine umfassende Risikobewertung in den zuständigen Ausschüssen, um die Folgen der Sparmaßnahmen zu überwachen.
Die geplanten Kürzungen haben unter den lokalen Politikern eine Debatte ausgelöst. Während die CDU die grundsätzliche Ausrichtung unterstützt, aber mutigere Schritte für die finanzielle Zukunft der Stadt fordert, würdigen SPD und Grüne zwar die Bemühungen der Verwaltung, verlangen jedoch eine genauere Prüfung der Konsequenzen für öffentliche Dienstleistungen und Beschäftigte.
