10 April 2026, 20:13

SPD blockiert Söders Sparpläne: "Keine Kürzungen bei Jugend- und Behindertenhilfe"

Plakat mit der Aufschrift "Kinderaustritt ist eine nationale Bedrohung - Sollen wir der Industrie die Nation ketteten lassen?" in fetter schwarzer Schrift auf einem weißen Hintergrund, das eine vielfältige Gruppe von Menschen zeigt, die gemeinsam stehen.

SPD blockiert Söders Sparpläne: "Keine Kürzungen bei Jugend- und Behindertenhilfe"

Dagmar Schmidt, stellvertretende Vorsitzende der SPD-Bundestagsfraktion, hat die von CSU-Chef Markus Söder vorgeschlagenen Sparpläne entschieden zurückgewiesen. In jüngsten Stellungnahmen machte sie deutlich, dass ihre Partei Kürzungen bei der Jugendhilfe und der Eingliederungshilfe für Menschen mit Behinderung blockieren werde. Der Streit unterstreicht die wachsenden Spannungen zwischen den Koalitionspartnern in der Sozialpolitik.

Der Konflikt entzündete sich, nachdem Söder in einem Interview mit dem Stern von "überzogenen Sozialleistungen" gesprochen und deren Kürzung angeregt hatte. Schmidt konterte scharf und warf der Union vor, bei wirtschaftlichem Druck stets die Schwächsten ins Visier zu nehmen. Sie betonte, die SPD werde keine Einschnitte bei unverzichtbaren Leistungen für junge Menschen oder Menschen mit Behinderung hinnehmen.

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Schmidt reflektierte zudem über die aktuellen Schwierigkeiten der SPD und verwies auf jüngste Wahlniederlagen sowie ein herausforderndes politisches Klima. Die Partei habe es schwer, ihre Agenda in einer von emotionalen Debatten und Schuldzuweisungen geprägten Medienlandschaft durchzusetzen, so die Politikerin. Die Zusammenarbeit mit der Union gestalte sich zunehmend schwieriger, da die CSU sich von dem gemäßigteren Kurs unter Angela Merkel entferne.

Die stellvertretende Fraktionschefin räumte ein, dass Koalitionsdynamik und öffentliche Diskurse es der SPD erschweren, Gehör zu finden. Trotz dieser Hindernisse bekräftigte sie den unbedingten Willen der Partei, soziale Leistungen vor Kürzungen zu schützen.

Schmidts Äußerungen unterstreichen die kompromisslose Haltung der SPD in zentralen Sozialfragen. Die Auseinandersetzung mit der CSU deutet auf tiefere Gräben in der Koalition bei der Haushaltspolitik hin. Da keine Einigung in Sicht ist, dürfte die Debatte mit Fortschreiten der Haushaltsverhandlungen weiter an Fahrt aufnehmen.

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