Spritpreise explodieren: Warum Pendler und Spediteure jetzt zittern müssen
Tim KellerSpritpreise explodieren: Warum Pendler und Spediteure jetzt zittern müssen
Spritpreise in Deutschland erreichen Zweijahreshoch – Druck auf Pendler und Transportbranche wächst
Die Spritpreise in Deutschland haben ein Zweijahreshoch erreicht und belasten damit Autofahrer sowie Transportunternehmen stark. Im März 2026 kostete Super E10 rund 1,75 Euro pro Liter, während Diesel auf 1,71 Euro stieg. Brandenburgs Verkehrsminister Robert Crumbach fordert nun dringend Maßnahmen, um die finanzielle Belastung für Pendler und Betriebe zu verringern.
Der deutliche Preisanstieg folgt auf Störungen in der globalen Ölversorgung. Der anhaltende Konflikt im Nahen Osten und die Blockade der Straße von Hormus haben die Spritpreise in ganz Deutschland in die Höhe getrieben. Im Vergleich zu Dezember 2025 sind Benzin und Diesel um etwa 0,10 Euro pro Liter teurer geworden – und damit deutlich höher als in vielen Nachbarländern Europas.
Auf der Verkehrsministerkonferenz in Lindau wies Crumbach auf die Folgen der hohen Preise für den Alltagsverkehr und den Gütertransport hin. Er schlug vor, Preissprünge bei Kraftstoffen zu begrenzen und eine Übergewinnsteuer für Unternehmen einzuführen, die übermäßig von der Krise profitieren. Bundesfinanzminister Lars Klingbeil prüft derzeit, ob eine solche Steuer umsetzbar wäre.
Auf der Konferenz werden zudem weitere Verkehrsthemen behandelt, darunter die Verbesserung der Sicherheit für Bahnmitarbeiter und eine Anpassung des Preisindex für das Deutschland-Ticket.
Da die Spritkosten so hoch sind wie seit Anfang 2024 nicht mehr, suchen die Minister nach Wegen, die Preise zu stabilisieren. Eine Übergewinnsteuer und strengere Preiskontrollen bleiben Optionen. Die Ergebnisse der Beratungen könnten Millionen Autofahrer und Beschäftigte im Transportsektor betreffen.






