13 June 2026, 22:12

Streit um AfD-CDU-Foto in Sachsen-Anhalt: Wackelt die "Brandmauer"-Strategie?

Jetzt sprechen Siegmund und Heuer über ihr 'Buddy-Foto'

Streit um AfD-CDU-Foto in Sachsen-Anhalt: Wackelt die "Brandmauer"-Strategie?

Ein aktuelles Foto zweier prominenter Politiker hat in Sachsen-Anhalt eine Debatte ausgelöst. Die Aufnahme zeigt Ulrich Siegmund, Spitzenkandidat der AfD, und Guido Heuer, Fraktionsvorsitzender der CDU, bei einer gemeinsamen Veranstaltung in Halberstadt. Das Bild wirft Fragen zur Haltung der CDU gegenüber ihrer sogenannten „Brandmauer“-Strategie gegen die AfD auf.

Ausrichter der Veranstaltung war der Landesverband Sachsen-Anhalt des Liberalen Mittelstandsverbands. Vertreter mehrerer Parteien nahmen teil, darunter Siegmund und Heuer. Die beiden Politiker wurden mit separaten Mikrofonen fotografiert – ein Detail, das Heuers spätere Aussage widerlegt, es habe nur eines gegeben.

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Guido Heuer griff nach einer Äußerung Ulrich Siegmunds in die Diskussion ein, was schließlich zu dem umstrittenen Foto führte. Er präzisierte seine Position und erklärte, er bevorzuge das Konzept von „Grenzen ziehen, aber nicht ausschließen“ statt des Begriffs „Brandmauer“. Eine Koalition mit der AfD oder der Linken während seiner Zeit im Landtag schloss er jedoch ausdrücklich aus.

Ulrich Siegmund wies in einem Interview mit der Jungen Freiheit jede Lockerung der „Brandmauer“-Politik zurück. Dennoch befeuerte das Foto Spekulationen über einen möglichen Kurswechsel der CDU. Angelika Hießerich-Peter, Bundesvorsitzende des Liberalen Mittelstandsverbands, distanzierte sich unterdessen von der Veranstaltung – mit Verweis auf Siegmunds Einladung.

Im Mittelpunkt der Kontroverse stehen die wahrgenommenen Implikationen des Fotos. Bild und anschließende Stellungnahmen haben die Debatte über das Verhältnis der CDU zur AfD in Sachsen-Anhalt weiter angeheizt. Beobachter verfolgen gespannt, ob es zu weiteren Positionsverschiebungen in der Partei kommt.

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