Susanne Hoyer wird erste Landrätin in Freising und bricht historische Traditionen
Mia SchmittSusanne Hoyer wird erste Landrätin in Freising und bricht historische Traditionen
Susanne Hoyer hat in Freising Geschichte geschrieben: Sie ist die erste Landrätin des Landkreises. Die CSU-Kandidatin setzte sich am 22. März 2026 in der Stichwahl gegen den Amtsinhaber Helmut Petz durch. Damit ist sie die erste Herausforderin, die in einer Landratswahl im Kreis einen amtierenden Landrat ablöste.
Hoyer erreichte 54,4 Prozent der Stimmen und lag damit 8,8 Prozentpunkte vor Petz. Dies bedeutet eine deutliche Steigerung gegenüber dem ersten Wahlgang, in dem sie noch 32,3 Prozent erhalten hatte. Die Wahlbeteiligung im Landkreis lag bei durchschnittlich 46,9 Prozent – ein Rückgang gegenüber den 60,9 Prozent der Vorrunde.
Die Unterstützung für Hoyer variierte je nach Gemeinde. In der Stadt Freising gewann sie mit 54,4 Prozent, während sie in kleineren Gemeinden noch stärker abschnitt. In Langenbach betrug die Wahlbeteiligung 60,4 Prozent, Hoyer erhielt dort 63,0 Prozent der Stimmen. In Neufahrn lag die Beteiligung bei 47,6 Prozent; hier schnitt auch ihr Parteikollege İyibaş mit 53,6 Prozent gut ab.
Petz erkannte das Ergebnis an und erklärte, er respektiere den Wunsch der Wähler nach einem Wechsel. Hoyers Amtseinführung als Landrätin ist für den 2. Mai geplant.
Die Wahlergebnisse bestätigen Hoyers klaren Auftrag: Sie führte mit einem zweistelligen Vorsprung. Ihr Sieg bricht in Freising gleich zwei Traditionen – als erste Frau in diesem Amt und als erste Herausforderin, die einen amtierenden Landrat besiegte. Die geringere Wahlbeteiligung im Vergleich zur ersten Runde deutet auf eine veränderte Wählerbeteiligung im Landkreis hin.






