07 April 2026, 12:17

Syrien-Gespräche in Berlin: Merz diskutiert mit al-Scharaa über Rückkehr von Flüchtlingen

Plakat mit einer Karte von Syrien, die die Binnendifferenzierung aufgrund von Gewalt zeigt, begleitet von Text und Graphiken.

Syrien-Gespräche in Berlin: Merz diskutiert mit al-Scharaa über Rückkehr von Flüchtlingen

Der syrische Übergangspräsident Ahmed al-Scharaa wird am 30. März 2026 zu Gesprächen mit Bundeskanzler Friedrich Merz nach Berlin reisen. Im Mittelpunkt des Treffens steht die mögliche Rückkehr syrischer Flüchtlinge, die derzeit in Deutschland leben. Zu den zentralen Themen zählen die Herausforderungen bei der Integration sowie die veränderten Bedingungen in Syrien, die sich auf Asylanträge auswirken könnten.

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Al-Scharaas Staatsbesuch erfolgt zu einem Zeitpunkt, an dem deutsche Behörden ihre Politik gegenüber syrischen Flüchtlingen überprüfen. Jürgen Hardt, außenpolitischer Sprecher der CDU, argumentierte, viele von ihnen hätten aufgrund der verbesserten Lage in Syrien keinen Anspruch mehr auf Asyl. Er schlug vor, die Rückkehr derjenigen zu priorisieren, die in Deutschland weder Arbeit noch eine stabile Zukunftsperspektive oder erfolgreiche Integration vorweisen könnten.

Hardt betonte zudem, dass die politische Zukunft Syriens alle ethnischen und religiösen Gruppen einbeziehen müsse. Er forderte gleiche Rechte und Repräsentation, um langfristige Stabilität zu gewährleisten. Der regionale Frieden, so Hardt weiter, hänge davon ab, dass Syrien gute Beziehungen zu seinen Nachbarländern aufrechterhalte.

Bei der finanziellen Unterstützung für Rückkehrer sprach sich Hardt für direkte Zahlungen an Einzelpersonen statt an die syrische Regierung aus. Dieses Vorgehen solle Missbrauch von Geldern verhindern und gleichzeitig denen helfen, die sich für eine Rückkehr entscheiden. Flüchtlinge, die zur deutschen Arbeitskraft beitrügen, sollten bleiben dürfen, während andere unter Druck geraten könnten, zurückzukehren.

Die Gespräche werden voraussichtlich auch die Frage behandeln, wie Deutschland den Wiederaufbau Syriens fördern kann. Hardt erwartet, dass Merz auf inklusive Politiken drängen wird, die Minderheitenrechte während des Wiederaufbaus schützen.

Das Treffen zwischen al-Scharaa und Merz wird die deutsche Haltung zur Rückkehr syrischer Flüchtlinge prägen. Mögliche Entscheidungen könnten zu politischen Kurswechseln führen, darunter finanzielle Hilfen für Rückkehrer und strengere Asylprüfungen. Zudem zielen die Gespräche darauf ab, Syriens Herangehensweise an den Wiederaufbau und die Einbindung von Minderheiten zu beeinflussen.

Quelle