23 March 2026, 00:15

V2G-Technologie: Deutschland könnte bis 2029 flächendeckend bidirektionales Laden nutzen

Liniengraph, der den Anstieg der Verkaufszahlen von batteriebetriebenen Elektrofahrzeugen in Australien zeigt, mit begleitendem Erläuterungstext.

V2G-Technologie: Deutschland könnte bis 2029 flächendeckend bidirektionales Laden nutzen

Eine neue Studie des Forschungsstelle für Energiewirtschaft (FfE) in München deutet darauf hin, dass Deutschland bis 2029 eine flächendeckende Einführung von Vehicle-to-Grid (V2G)-Technologie erleben könnte. Die von BMW und Mercedes-Benz unterstützte Untersuchung benennt zentrale Hürden und Lösungsansätze, um Elektroautos zu netzdienlichen Ressourcen zu machen. Als Sofortmaßnahme schlagen die Forscher Steuervorteile vor, um den Prozess bereits ab 2026 zu beschleunigen.

Die FfE-Studie, die in Zusammenarbeit mit führenden Automobilherstellern entstand, skizziert konkrete Schritte zur Umsetzung von V2G. Eine der wichtigsten Empfehlungen ist die Befreiung von V2G-Fahrzeugen von der Stromsteuer – eine Regelung, die bereits in der ersten Hälfte 2026 in Kraft treten könnte. Dies würde die Betriebskosten für Besitzer senken und die Teilnahmebereitschaft steigern.

Weitere Vorschläge umfassen den Aufbau großflächiger Testzonen für Netzdienstleistungen sowie die beschleunigte Einführung intelligenter Stromzähler. Aktuell verfügen nur 3 bis 16 Prozent der relevanten Haushalte über solche Geräte, was den Fortschritt bremst. Zudem wären einheitliche technische Standards für das bidirektionale Laden entscheidend, kombiniert mit flexiblen Tarifmodellen oder Netzentgelten, um die Wirtschaftlichkeit zu verbessern.

Ab 2026 planen BMW und Eon, Kunden des iX3 ein V2G-Angebot mit einem jährlichen Gegenwert von bis zu 720 Euro zu unterbreiten. Die Prämie soll Fahrzeughalter belohnen, die ihre Autobatterien zur Stabilisierung des Stromnetzes nutzen. Die Studie betont zudem, dass bidirektionales Laden die Einspeisegebühren verringern und so zur Refinanzierung der Netzkosten beitragen könnte.

Laut den Erkenntnissen der Studie könnte V2G bis 2029 massentauglich werden – vorausgesetzt, es kommen zentrale Reformen. Steuerliche Entlastungen, eine schnellere Verbreitung intelligenter Zähler und einheitliche technische Vorgaben sind dabei die entscheidenden ersten Schritte. Ohne diese Maßnahmen droht die Einführung netzdienlicher Elektrofahrzeuge weiter zu stocken.

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