Vom Kriegsversteck zum Luxusrefugium: Die magische Wiedergeburt von Lou Calen in der Provence
Tim KellerVom Kriegsversteck zum Luxusrefugium: Die magische Wiedergeburt von Lou Calen in der Provence
Ein historisches Anwesen in der Provence mit bewegter Vergangenheit erstrahlt unter neuer Führung in neuem Glanz
Lou Calen, einst Kriegszuflucht und später Treffpunkt der Prominenz, zieht heute internationale Gäste an – besonders Amerikaner, die sich von seinem entspannten Charme und der malerischen Umgebung im Freien verzaubern lassen.
Die Geschichte von Lou Calen begann 1944, als ein zehnjähriges Mädchen namens Huguette anlässlichen der Befreiung von Cotignac von einem amerikanischen Soldaten einen Ring geschenkt bekam. Jahrzehnte später kaufte sie dasselbe Haus – damals noch ohne Strom und fließend Wasser – und verwandelte es 1972 in ein Hotel mit Restaurant. Zuvor hatte das Anwesen nach dem Krieg als Obdach für Waisenkinder gedient, betreut von Nonnen.
In den 1970er- und 80er-Jahren entwickelte sich Lou Calen zu einem Rückzugsort für Stars wie David Bowie und Pink Floyd. Huguettes Verbindung zum Krieg holte sie Jahre später wieder ein, als sie in Palm Springs ein Restaurant eröffnete und dort überraschend den Soldaten wiedertraf. Das Hotel florierte, bis es 1999 schloss und über zwei Jahrzehnte lang leer stand.
2015 erwarb der kanadische Unternehmer Graham Porter das Anwesen und verlieh ihm mit modernen Aufwertungen neues Leben. Heute beherbergt Lou Calen ein Kunstzentrum, eine Bar und ein mit einem Michelin-Stern ausgezeichnetes Restaurant. Die mittlerweile über 90-jährige Huguette lebt in ihren provenzalischen Rezepten weiter, die in einem veröffentlichten Kochbuch festgehalten sind.
Die Wiederbelebung von Lou Calen hat seinen Ruf über die Grenzen hinaus gestärkt – das Zusammenspiel von Geschichte und zeitgemäßem Luxus lockt Gäste aus aller Welt. Die Verwandlung des Anwesens – von der Kriegszuflucht zum Prominenten-Versteck bis hin zum modernen Refugium – unterstreicht seinen anhaltenden Zauber im Herzen der Provence.






