VW-Chef Müller fordert rasche Maßnahmen für saubere Mobilität und Milliardensoforthilfe
Claudia SchmitzVW-Chef Müller fordert rasche Maßnahmen für saubere Mobilität und Milliardensoforthilfe
Matthias Müller, Vorstandsvorsitzender der Volkswagen Gruppe, drängt auf schnellere Maßnahmen für eine sauberere Mobilität. Er warnt, dass ein Umstieg auf emissionsarme Verkehrsmittel nicht allein durch Privatkunden gelingen werde. Seine Forderung kommt zu einem Zeitpunkt, an dem sich deutsche Automobilhersteller auf die Unterstützung eines großen Mobilitätsfonds vorbereiten.
Müller hat einen zügigen Zugang zu dem eine Milliarde Euro schweren Mobilitätsfonds gefordert. Dieser soll Städten mit hohen Stickoxidwerten unter die Arme greifen. Die deutschen Autohersteller, darunter auch Volkswagen, werden sich mit 250 Millionen Euro daran beteiligen.
Zudem rief er Betreiber öffentlicher Fahrzeugflotten dazu auf, bei der Einführung emissionsarmer Mobilität eine Vorreiterrolle einzunehmen. Müller ist überzeugt, dass deren Engagement entscheidend für einen flächendeckenden Wandel ist.
Volkswagen und Audi bieten Rabatte von bis zu 10.000 Euro an. Das Angebot richtet sich an Besitzer älterer Diesel-Fahrzeuge, insbesondere der Abgasnormen Euro 1 bis Euro 4. Es gilt für alle berechtigten Diesel-Modelle – unabhängig von der Marke – beim Umtausch in ein neues, der Norm Euro 6 entsprechendes Fahrzeug.
Darüber hinaus plant Volkswagen, sich für eine Verlängerung der Diesel-Prämie beim Altauto-Austausch einzusetzen. Das aktuelle Förderprogramm läuft noch in diesem Jahr aus.
Der eine Milliarde Euro schwere Fonds soll besonders belasteten Städten mit hoher Luftverschmutzung helfen. Mit den Beiträgen der Automobilhersteller und den Rabattaktionen soll der Umstieg auf sauberere Fahrzeuge beschleunigt werden. Öffentliche Fuhrparks stehen nun unter Druck, schneller als geplant auf umweltfreundlichere Alternativen umzusteigen.






