Warum das Auto trotz Klimadebatte in Deutschland unschlagbar bleibt
Claudia SchmitzWarum das Auto trotz Klimadebatte in Deutschland unschlagbar bleibt
Eine aktuelle Umfrage zeigt: Die meisten Deutschen bevorzugen nach wie vor das Auto gegenüber anderen Verkehrsmitteln. Trotz wachsender Forderungen nach nachhaltiger Mobilität gaben 70 Prozent der Befragten an, dass Fahrzeuge – einschließlich elektrischer Modelle – am besten zu ihren Bedürfnissen passen. Die Ergebnisse stammen aus einer Studie mit 4.173 Teilnehmenden, die noch vor Russlands Angriff auf die Ukraine und dem deutlichen Anstieg der Spritpreise durchgeführt wurde.
Die Erhebung unterstreicht die anhaltende Abhängigkeit vom privaten Pkw. Zwar nannten 26 Prozent der Befragten die Reduzierung von Treibhausgasemissionen im Verkehrssektor als Priorität, doch nur 16 Prozent bezeichneten die Bahn als ihr bevorzugtes Verkehrsmittel. Stattdessen sprachen sich 32 Prozent für das Fahrrad und 29 Prozent für das Zu-Fuß-Gehen aus – letztere Zahl lag 2021 noch bei 38 Prozent.
Auch die Kosten spielten eine zentrale Rolle: Fast die Hälfte der Befragten (49 Prozent) war der Meinung, dass Mobilität für alle Einkommensschichten erschwinglich bleiben sollte. Regionale Unterschiede wurden ebenfalls deutlich: In Ostdeutschland zogen weniger Menschen rein elektrische Fahrzeuge für künftige Käufe in Betracht als im Bundesschnitt.
Insgesamt schnitten Zu-Fuß-Gehen und Radfahren in der Beliebtheit besser ab als öffentliche Verkehrsmittel wie Busse, Straßenbahnen und Züge. Dennoch bleibt die Vorherrschaft des Autos – ob mit Verbrennungs- oder Elektromotor – im gesamten Land ungebrochen.
Die Ergebnisse belegen eine anhaltende Verbundenheit mit dem privaten Pkw, selbst wenn das Bewusstsein für Nachhaltigkeit wächst. Da die Spritpreise erst nach Abschluss der Umfrage stiegen, könnten sich die Trends in Zukunft ändern. Aktuell jedoch bleibt das Auto das mit Abstand beliebteste Verkehrsmittel in Deutschland.






