Wie ein Pionier der Solarbranche seit 1979 die Energiewende prägt
Gerhard Weiße baut seit 1979 Solaranlagen. Sein Unternehmen, Solar-Partner Süd, installierte 1996 die erste Photovoltaikanlage – ein 1,1-Kilowatt-System für einen Biolandbetrieb in Trostberg. Diese Anlage läuft noch heute, mit nur einem Wechselrichter, der in all den Jahren ausgetauscht werden musste.
Weißes frühe Projekte waren oft kleine Anlagen mit einer Leistung von meist bis zu fünf Kilowatt. Sein Unternehmen setzte auf Module von Marken wie Isofoton, Kyocera und Solarworld, kombiniert mit Wechselrichtern von SMA und Kaco. Die Branche erlebte 2000 einen dramatischen Wandel, als Deutschland am 1. April das Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) einführte.
Das EEG garantierte feste Vergütungen für Solarstrom, der ins Netz eingespeist wurde. Diese Regelung löste einen Nachfrageboom aus und trieb den globalen Solarmarkt voran. Solar-Partner Süd wuchs in der Folge rasant. Der Europäische Gerichtshof bestätigte später, dass diese Einspeisevergütungen bis 2021 nicht als staatliche Beihilfe galten, und beseitigte so rechtliche Unsicherheiten.
Im Laufe der Zeit wurde das EEG mehrfach überarbeitet, wobei jede Änderung Debatten auslöste. Doch sein Kerneffekt blieb bestehen: Es machte Solarenergie zu einem tragfähigen Geschäftsmodell für Unternehmen wie das von Weiße.
Die Anlage von 1996 in Trostberg steht bis heute für die Langlebigkeit der frühen Solartechnik. Gleichzeitig prägte die langfristige Wirkung des EEG die Branche nachhaltig und ermöglichte es Firmen wie Solar-Partner Süd zu wachsen. Noch heute beeinflussen die damaligen Politiken und Systeme, wie Solarstrom in Deutschland funktioniert.






