13 June 2026, 16:09

Wirtschaftsexpertin Grimm zerpflückt die zögerliche Reformpolitik der Bundesregierung

Ökonom Grimm kritisiert Reformpläne der Regierung

Wirtschaftsexpertin Grimm zerpflückt die zögerliche Reformpolitik der Bundesregierung

Veronika Grimm, Professorin an der Technischen Hochschule Nürnberg und Mitglied des deutschen Sachverständigenrats zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung, hat die Wirtschaftspolitik der Bundesregierung scharf kritisiert. Ihrer Ansicht nach mangelt es den aktuellen Reformen an der nötigen Entschlossenheit, um nachhaltiges Wachstum zu fördern.

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Grimm betonte, dass in Deutschland über Änderungen diskutiert werde, die zwar kurzfristige Belastungen für die Wähler vermeiden, aber kaum spürbare Wirkung entfalten. Als Beispiele nannte sie Vorhaben wie die Einbeziehung von Beamten in die Sozialversicherung oder das Ehegattensplitting – Reformen, die ihrer Meinung nach kaum Einfluss auf das Wirtschaftswachstum hätten.

Gleichzeitig warnte sie vor wachsenden geopolitischen Spannungen bei gleichzeitig schwächer werdender wirtschaftlicher Position Europas. Um im globalen Technologiewettbewerb mithalten zu können, fordert Grimm eine grundlegende Reform des regulatorischen Rahmens. Als Vorbild führte sie Dänemark und Schweden an, wo innovationsfreundliche Vorschriften und flexible Arbeitsmärkte vorherrschen.

Laut Grimm ist technologischer Fortschritt der Schlüssel zu nachhaltigem Wachstum. Doch genau dieser werde in Deutschland durch die bestehende Politik ausgebremst. Ihre Kritik macht deutlich, wie groß die Kluft zwischen den aktuellen Reformbemühungen und den ihrer Meinung nach notwendigen Veränderungen ist. Grimm besteht darauf, dass nur tiefgreifende regulatorische und strukturelle Reformen die wirtschaftliche Zukunft Deutschlands sichern können. Ihre Warnungen kommen zu einer Zeit, in der Europa mit zunehmenden externen wirtschaftlichen Herausforderungen konfrontiert ist.

Quelle