19 June 2026, 00:17

Wirtschaftsverbände fordern Soforthilfen gegen verzögerte November-Fördergelder

Verschobene November-Hilfe: Wirtschaftsverbände streben nach Vermeidung von Liquiditätslücken

Wirtschaftsverbände fordern Soforthilfen gegen verzögerte November-Fördergelder

Spitzenverbände von Wirtschaft und Banken in Deutschland fordern Lösungen für verzögerte November-Hilfen

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Die führenden Wirtschafts- und Bankenverbände Deutschlands haben eine gemeinsame Stellungnahme zu den verzögerten November-Hilfen für Unternehmen veröffentlicht. Die Verzögerungen sind auf technische Softwareprobleme, ungeklärte verfahrensrechtliche Fragen und noch ausstehende EU-Genehmigungen zurückzuführen. Betroffene Betriebe in Bayern müssen nun mit weiteren Wartezeiten rechnen, bis sie die vollen Fördergelder erhalten – selbst wenn Abschlagszahlungen beschleunigt ausgezahlt werden.

Die größten Wirtschafts- und Bankenverbände Bayerns haben eine gemeinsame Erklärung veröffentlicht, in der sie ihre Maßnahmen darlegen. Beteiligt sind die Bayerische Industrie- und Handelskammer, der Bayerische Handwerkstag, die Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft (vbw), der Bayerische Bankenverband, der Bayerische Sparkassen- und Giroverband, der Genossenschaftsverband Bayern sowie die Steuerberaterkammern München und Nürnberg.

Geplant ist die Bereitstellung von Überbrückungskrediten für Unternehmen und Solo-Selbstständige, die von den Teil-Lockdowns betroffen sind. Die Banken werden aufgefordert, angeschlagene Betriebe durch die Verlängerung von Dispositionskrediten und die Gewährung von Zwischenfinanzierungen zur Überbrückung von Liquiditätsengpässen zu unterstützen. Unternehmer werden dringend dazu aufgerufen, sich unverzüglich an ihre Hausbank zu wenden, um mögliche Lösungen zu besprechen.

Die Verbände fordern zudem finanzpolitische Maßnahmen, um einen wirtschaftlichen Kollaps zu verhindern. In ihrer Erklärung wiederholen sie die Forderung nach Steuererleichterungen angesichts der verzögerten Auszahlungen. Konkret setzen sie sich für eine Verlängerung der Verlustrücktragsmöglichkeit auf drei Jahre sowie für eine Erhöhung des anrechenbaren Betrags ein.

Da die November-Hilfen weiter auf sich warten lassen, müssen Unternehmen wochenlang auf die vollen Fördermittel warten. Mit Überbrückungsfinanzierungen und Steuerentlastungen soll verhindert werden, dass Betriebe in die Insolvenz rutschen. Ziel der Verbände ist es, Unternehmenspleiten abzuwenden, solange technische und administrative Hürden bestehen.

Quelle