Zorneding stoppt Radwege-Pläne nach massivem Bürgerprotest
Zornedings Gemeinderat kehrt Pläne für geschützte Radwege an Münchner Straße und Wasserburger Landstraße um
Der Gemeinderat von Zorneding hat seine Entscheidung rückgängig gemacht, entlang der Münchner Straße und der Wasserburger Landstraße geschützte Radspuren einzurichten. Der Schritt folgt massivem Druck einer Bürgerinitiative, die über 800 Unterschriften gegen das ursprüngliche Vorhaben gesammelt hatte. Gleichzeitig strich der Rat auch Pläne für ein generelles Parkverbot auf diesen wichtigen Verkehrsadern.
In einer Resolution vom September 2025 hatte der Gemeinderat noch grüne Welle für Radfahrende gegeben und den Bau von Radwegen auf beiden Seiten der beiden Hauptstraßen beschlossen. Doch der Widerstand formierte sich schnell: Anwohner gründeten eine Bürgerinitiative, um gegen die Pläne vorzugehen. Ihre Petition fand mit mehr als 800 Unterschriften großen Zuspruch – genug, um den Rat zum Umdenken zu bewegen.
In der Folge zog der Gemeinderat die Beschlüsse vollständig zurück. Stefan Winsel, Initiator der Bürgerbewegung, bezeichnete die Kehrtwende als "klaren Erfolg für die Anwohner". Es zeige, dass ihre Bedenken gehört und ernst genommen worden seien.
Die Initiative hat ihre Unterschriftensammlung vorerst eingestellt – ein Zeichen für eine vorläufige Feuerpause. Ihr Ziel bleibt es jedoch, an ausgewogenen Verkehrslösungen zu arbeiten, die Sicherheit, Barrierefreiheit und Lebensqualität für alle Verkehrsteilnehmer verbessern. Gleichzeitig betont die Gruppe ihre Bereitschaft, den Dialog mit der Kommunalpolitik fortzuführen.
Mit der Rücknahme der Beschlüsse wird es vorerst weder geschützte Radwege noch Parkverbote an Münchner Straße und Wasserburger Landstraße geben. Die Bürgerinitiative will sich weiterhin in die Diskussionen einbringen und die künftige Verkehrspolitik in Zorneding mitgestalten. Im Fokus stehen dabei Lösungen, die den Bedürfnissen von Autofahrern, Radfahrern und Fußgängern gleichermaßen gerecht werden.