27 March 2026, 04:17

1,9 Millionen Euro aus Kemptener Parkuhren veruntreut: Prozess gegen Ehepaar begonnen

Eine Reihe von Parkautomaten auf einer Straße, mit einem Gebäude mit Glasfenstern und einem Rollladen mit Text im Hintergrund und einem nahen Müllcontainer.

1,9 Millionen Euro aus Kemptener Parkuhren veruntreut: Prozess gegen Ehepaar begonnen

In Kempten hat ein Prozess um die Veruntreuung von fast 1,9 Millionen Euro aus städtischen Parkuhren begonnen. Im Mittelpunkt des Falls stehen ein 40-jähriger Stadtangestellter und seine 38-jährige Ehefrau, die der Staatsanwaltschaft zufolge über mehrere Jahre hinweg gemeinsam die Gelder gestohlen haben sollen. Beide Angeklagte befinden sich seit ihrer Festnahme im vergangenen November in Untersuchungshaft.

Dem Mann wird vorgeworfen, zwischen 2015 und 2025 systematisch Parkuhren geleert zu haben. Während die Diebstähle aus den Jahren 2015 bis 2020 inzwischen verjährt sind, konzentrieren sich die Ermittler auf die 1,9 Millionen Euro, die zwischen 2020 und 2025 entwendet wurden. Seine Frau soll ihn dabei unterstützt haben, indem sie Bargeld auf Bankkonten einzahlte oder in Geschenkgutscheine umwandelte.

Eine Bank alarmierte im November 2025 die Behörden, nachdem sie verdächtige Transaktionen festgestellt hatte. Die Ermittlungen förderten Hunderte von Vorfällen zutage, bei denen das Paar angeblich Schwachstellen in der Kontrolle des Parksystems ausnutzte. Nach der Festnahme ließ die Stadtverwaltung alle Schlösser der Parkuhren austauschen und beauftragte einen externen Dienstleister mit der Wartung.

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Die Staatsanwaltschaft fordert nun die vollständige Einziehung der gestohlenen Gelder. Der Prozess dauert noch an, beide Angeklagten bleiben bis auf Weiteres in Haft.

Der Fall hat bereits zu Veränderungen im Parkmanagement von Kempten geführt: Neue Schlösser, strengere Kontrollen und die Auslagerung der Wartung sollen weiteren Missbrauch verhindern. Das Gericht wird entscheiden, ob das Paar die 1,9 Millionen Euro zurückerstatten und mit zusätzlichen Strafen rechnen muss.

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