BMW setzt auf Catena-X für effizientere Produktion und transparente CO₂-Bilanzen
Mia SchmittBMW setzt auf Catena-X für effizientere Produktion und transparente CO₂-Bilanzen
BMW erweitert Nutzung des Catena-X-Datennetzwerks für Produktion und Nachhaltigkeitskontrolle
Der Automobilkonzern setzt das Catena-X-System zunehmend ein, um Fertigungsprozesse effizienter zu gestalten und Nachhaltigkeitsdaten präziser zu erfassen. Die Plattform vernetzt Hersteller und Zulieferer enger miteinander und ermöglicht so zielgenauere Entscheidungen. Zu den jüngsten Projekten zählen die Berechnung des CO₂-Fußabdrucks sowie die Echtzeit-Überwachung des Energieverbrauchs in der Komponentenfertigung.
Catena-X gliedert sich in drei zentrale Bereiche: Entwicklung, neutrale Steuerung und einen operativen Datenraum. BMW testet die Möglichkeiten der Plattform bereits intensiv – etwa in einem Pilotprojekt am Standort Landshut, wo der Energieverbrauch bei der Herstellung von Bauteilen gemessen wird.
Darüber hinaus nutzt das Unternehmen das Netzwerk, um den Product Carbon Footprint der Niere des BMW iX zu ermitteln. Die Bilanz umfasst sämtliche Emissionen – von der Rohstoffgewinnung bis zur Auslieferung aus dem Werk („von der Wiege bis zum Werkstor“). Ein weiteres zentrales Anwendungsfeld ist der Austausch digitaler Zwillinge von Hochvoltbatterien mit dem Zulieferer Dräxlmaier über eine zweistufige Anbindung.
Täglich werden mittlerweile rund 1.000 digitale Zwillinge ausgetauscht, die direkt mit der Produktion im Münchner Werk verknüpft sind. Oliver Ganser, Vice President bei BMW, wirbt seit dem Start extern für Catena-X. Auch Vorstandsvorsitzender Oliver Zipse betonte in einer Rede auf der Hauptversammlung im Mai 2024 die Bedeutung der Plattform – in einem Jahr, in dem BMW rund 2,5 Millionen Fahrzeuge produzierte.
Das Catena-X-Netzwerk hilft dem Konzern, die Produktion zu optimieren und Nachhaltigkeitskennzahlen präziser zu erfassen. Durch den täglichen Austausch digitaler Zwillinge und detaillierte CO₂-Bilanzen entwickelt sich das System zunehmend zum Rückgrat der Unternehmensprozesse. Mit der Weiterentwicklung der Plattform ist eine noch tiefere Integration geplant.






