Bundesregierung stoppt geplante ICE-Anbindung für Münchner Flughafen
Die deutsche Bundesregierung hat die Pläne für eine Hochgeschwindigkeitsbahn-Anbindung des Flughafens München gestoppt. Als Begründung führten Beamte das Fehlen einer rechtlichen Grundlage für das Vorhaben an. Das Projekt wird seit Jahrzehnten diskutiert, ohne dass es Fortschritte gegeben hätte.
Die Debatte über eine Anbindung des Münchner Flughafens an das Hochgeschwindigkeitsnetz begann bereits in den 1980er-Jahren. Seit der Eröffnung des Flughafens im Jahr 1992 wird das Fehlen einer direkten Schienenverbindung immer wieder als Nachteil genannt. Die Flughafenbetreiber argumentieren, dass die fehlende Anbindung den Standort im Vergleich zu konkurrierenden Drehkreuzen benachteilige.
Ein gemeinsamer Vorschlag des Flughafens München, der Deutschen Bahn und der Lufthansa für eine neue Fernverkehrsstrecke mit Flughafen-Halt wurde kürzlich abgelehnt. Das Verkehrsministerium verwies darauf, dass eine solche Verbindung im aktuellen Bundesverkehrs- und Mobilitätsplan nicht vorgesehen sei. Laut Behörden rechtfertigen die vorliegenden Verkehrsdatenn die Notwendigkeit des Projekts nicht.
Bayerns Finanzminister Albert Füracker bezeichnete die Entscheidung als schweren Rückschlag für ein wichtiges Infrastrukturvorhaben. Die Ablehnung der Bundesregierung bedeutet, dass unter dem aktuellen Plan keine Hochgeschwindigkeitsanbindung für den Münchner Flughafen realisiert wird. Der Flughafen bleibt damit weiterhin ohne direkte Fernverkehrsanbindung.






