27 March 2026, 06:13

Deutschland plant 2.000 neue Windräder bis 2030 – doch der Süden hinkt hinterher

Liniendiagramm, das die Stromerzeugung aus Wind und Solar in Deutschland zeigt, mit begleitendem erklärendem Text.

Deutschland plant 2.000 neue Windräder bis 2030 – doch der Süden hinkt hinterher

Deutschland treibt den Ausbau der Windenergie voran, um sein Ziel zu erreichen, bis 2050 den gesamten Strom klimaneutral zu erzeugen. Umweltminister Carsten Schneider hat eine große Offensive angekündigt, um bis 2030 rund 2.000 neue Windkraftanlagen zu errichten. Die Bundesregierung wird zudem im Rahmen ihres Förderprogramms zusätzliche Ausschreibungen für 12 Gigawatt Leistungskapazität vergeben.

Die Strategie sieht vor, auch Regionen mit schwächeren Windverhältnissen stärker einzubinden, um die Energieerzeugung im Land auszugleichen. Aktuell gibt es in Deutschland ein deutliches Gefälle bei der Windstromproduktion: Während norddeutsche Regionen von starken Winden profitieren, kämpfen südliche Bundesländer wie Bayern mit geringeren Windgeschwindigkeiten. Bayerns durchschnittlicher "Gütefaktor" für Windbedingungen liegt bei nur 55 Prozent, wobei 76 Prozent der Anlagen in windschwachen Gebieten stehen.

Um diese Ungleichheit zu verringern, sieht das Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) finanzielle Anreize vor. Das "Referenzertragsmodell" und ein "Korrekturfaktor" erhöhen die Subventionen für Windräder in weniger windreichen Regionen. Diese Förderung macht Projekte erst tragfähig, da viele Banken sie als Voraussetzung für die Finanzierungszusage verlangen.

Die hohen Stromkosten in Süddeutschland belasten besonders energieintensive Industrien. Durch den Ausbau der Windkraft in windschwächeren Gebieten will Schneider die Abhängigkeit von Stromtrassen verringern und die Kosten senken. Bisher hat das Bundesumweltministerium jedoch noch nicht konkretisiert, wie viele der geplanten 2.000 Anlagen in den fünf windärmsten Bundesländern entstehen sollen.

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Die Initiative steht im Einklang mit Deutschlands Zwischenziel, bis 2030 mindestens 80 Prozent des Stroms aus erneuerbaren Energien zu gewinnen. Gelingt die Expansion, könnte sie nicht nur die industrielle Wettbewerbsfähigkeit des Landes sichern, sondern auch den Weg zur Klimaneutralität bis 2050 ebnen.

Der Plan, bis 2030 2.000 neue Windräder zu bauen, setzt stark auf Subventionen, um Investitionen anzuziehen. Mit den zusätzlichen Ausschreibungen für 12 Gigawatt Kapazität hofft die Regierung, die Windenergie auch in jenen Regionen voranzubringen, die bisher hinterherhinken. Der Erfolg dieser Strategie hängt davon ab, die Energieerzeugung auszugleichen, die Kosten zu senken und die Unterstützung für Erneuerbare-Projekte im ganzen Land aufrechtzuerhalten.

Quelle