DGB fordert Pflicht zur betrieblichen Altersvorsorge für alle Beschäftigten
Claudia SchmitzDGB fordert Pflicht zur betrieblichen Altersvorsorge für alle Beschäftigten
Der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB) hat vorgeschlagen, betriebliche Altersvorsorge für alle Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer verpflichtend einzuführen. DGB-Chefin Yasmin Fahimi plädiert dafür, dass betriebliche Rentenmodelle die gesetzliche Rente ergänzen sollten. Zudem fordert sie, dass Arbeitgeber sich an der Finanzierung beteiligen.
Fahimi wies darauf hin, dass derzeit rund 20 Millionen Beschäftigte in Deutschland über keine betriebliche Altersvorsorge verfügen. Sie ist überzeugt, dass eine Pflichtregelung diese Lücke schließen und für mehr finanzielle Sicherheit im Ruhestand sorgen würde.
Clemens Fuest, Präsident des ifo Instituts, bezeichnete den Vorschlag als „grundsätzlich sinnvoll“. Er verwies auf den demografischen Wandel als zentralen Grund, um die betriebliche Altersvorsorge zu stärken. Gleichzeitig warnte er jedoch, dass eine verpflichtende Mitfinanzierung durch Arbeitgeber die Lohnnebenkosten in die Höhe treiben könnte.
Fuest äußerte zudem Bedenken zur aktuellen Wirtschaftslage Deutschlands. Angesichts schwacher Wachstumsaussichten zweifelt er daran, dass Spielraum für zusätzliche lohnbezogene Belastungen besteht.
Mit seinem Vorstoß zielt der DGB darauf ab, die Altersvorsorge für Millionen Beschäftigte auszuweiten. Fuest unterstützt die Idee grundsätzlich, mahnt jedoch die mögliche finanzielle Belastung für Unternehmen an. Im Mittelpunkt der Debatte steht die Frage, wie langfristige Sicherheit mit den aktuellen wirtschaftlichen Herausforderungen in Einklang gebracht werden kann.






