Mitteldeutschland-Anbindung: Bauverzögerungen gefährden wichtige Bahnverbindung bis 2032
Mia SchmittMitteldeutschland-Anbindung: Bauverzögerungen gefährden wichtige Bahnverbindung bis 2032
Die BSW-Landesgruppe in Thüringen drängt auf schnellere Fortschritte beim Ausbau der Mitteldeutschland-Anbindung. Die Strecke gelte als eine der wichtigsten für die Region, doch Bauverzögerungen und Finanzierungslücken gefährden nun den Zeitplan des Projekts.
Die Mitteldeutschland-Verbindung soll den Fernverkehr von Chemnitz und Dresden über Erfurt in Richtung Westdeutschland verbessern. Schnellere Verbindungen in die Rhein-Main-Region und ins Ruhrgebiet hängen von der vollständigen Elektrifizierung ab. Doch der geplante Baubeginn wurde auf 2028 verschoben, die vollständige Elektrifizierung wird frühestens 2032 erwartet.
Alleiner der Abschnitt Weimar–Gera–Gößnitz schlägt mit geschätzten 544 Millionen Euro zu Buche. Roberto Kobelt, verkehrspolitischer Sprecher der BSW, besteht darauf, dass die Elektrifizierung und der teilweise zweigleisige Ausbau unverzüglich beginnen müssten. Weitere Verzögerungen würden die regionale Vernetzung erheblich beeinträchtigen, warnt er.
Trotz der Dringlichkeit bestätigte das Bundesverkehrsministerium, dass derzeit keine Haushaltsmittel verfügbar seien. Für verschiedene Schienenprojekte fehlen bis 2029 insgesamt 2 Milliarden Euro. Die BSW fordert nun höhere Bundesinvestitionen, um die Zukunft der Strecke zu sichern.
Die Verzögerungen bedeuten, dass schnellere Bahnverbindungen zwischen Sachsen, Thüringen und Westdeutschland noch Jahre auf sich warten lassen. Ohne zusätzliche Mittel könnte sich das Elektrifizierungsziel 2032 weiter nach hinten verschieben. Die BSW erhöht weiterhin den Druck und bezeichnet die Strecke als unverzichtbar für den regionalen Verkehr.






