09 June 2026, 22:17

Skandal um Bavarian Airlines: Gründer Adem Karagöz in der Schuldenfalle und unter Fälschungsverdacht

Bayerische Airlines: Wird die neue Airline zur Lüge?

Skandal um Bavarian Airlines: Gründer Adem Karagöz in der Schuldenfalle und unter Fälschungsverdacht

Adem Karagöz, der Gründer der geplanten Bavarian Airlines, sieht sich schweren Vorwürfen wegen unbeglichener Schulden und gefälschter Unterlagen ausgesetzt. Der 15-jährige Unternehmer, der die Fluggesellschaft Ende 2023 an den Start bringen wollte, soll Partnern und einer maltesischen Fluglinie über 450.000 Euro schulden. Karagöz weist die Anschuldigungen zurück und behauptet, die umstrittenen Dokumente seien weder original noch von ihm versandt worden.

Die Bavarian Airlines sollte europaweit mit Strecken nach Düsseldorf, London, Wien und Amsterdam fliegen. Weitere Ziele wie Berlin und Mailand waren ebenfalls in Planung. Die geplante Flotte umfasste zwölf Embraer-E195-E2-Jets, doch es gab nie verbindliche Verträge mit Leasingpartnern oder dem Flughafen München.

Die Ankündigung des Flugbetriebs erfolgte, obwohl Karagöz laut Berichten minderjährig – und damit in Deutschland nicht geschäftsfähig – ist. Es gibt Hinweise darauf, dass er einen gefälschten UN-Reisepass nutzte und seine türkische Identität verschleierte, um älter zu wirken.

Neben den finanziellen Problemen der Airline soll Karagöz seinem Berater über 20.000 Euro an Honoraren sowie weitere 25.000 Euro für Dienstreisen schulden. Die Firma selbst wurde nie offiziell als Gesellschaft mit beschränkter Haftung (GmbH) eingetragen.

Das Scheitern der Bavarian Airlines hinterlässt zahlreiche Gläubiger ohne ihre Forderungen und wirft Fragen zur Seriosität des Projekts auf. Ohne rechtliche Registrierung, offene Schulden und Vorwürfe wegen Urkundenfälschung scheint das Vorhaben bereits gescheitert, bevor es richtig begann. Die Behörden könnten die Vorfälle nun genauer prüfen.

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