Stuttgart 21: Fertigstellung verzögert sich bis 2031 – Kosten explodieren auf 11,3 Milliarden
Niklas MeyerStuttgart 21: Fertigstellung verzögert sich bis 2031 – Kosten explodieren auf 11,3 Milliarden
Stuttgart 21: Bahnprojekt erleidet nächsten schweren Rückschlag
Die Fertigstellung des unterirdischen Knotens im Rahmen des Bahnprojekts Stuttgart 21 verzögert sich erneut massiv – nunmehr bis 2031, ganze zehn Jahre später als ursprünglich geplant. Gleichzeitig sind die Kosten längst aus dem Ruder gelaufen und haben scharfe Kritik von Verkehrsexperten ausgelöst.
Ursprünglich sollte das Vorhaben 4,5 Milliarden Euro kosten. Mittlerweile geht die Deutsche Bahn von einer Endsumme von 11,3 Milliarden Euro aus. Die immer neuen Verzögerungen und die explodierenden Ausgaben sorgen bei Politikern und Branchenkenner für Empörung.
Der verkehrspolitische Sprecher der Grünen, Matthias Gastel, bezeichnete Stuttgart 21 als einen „kolossalen Fehler“. Der neue Bahnhof verfüge weder über ausreichende Kapazitäten noch über die nötige betriebliche Flexibilität, so Gastel. Ein Infrastrukturprojekt dieser Größe müsse sich an seiner langfristigen Funktionsfähigkeit messen lassen – und nicht allein daran, ob es irgendwann fertig werde.
Trotz aller Kritik bringt das Projekt eine wichtige Innovation mit sich: Der Stuttgarter Bahnhof soll Deutschlands erster vollständig digitalisierter Eisenbahnknoten werden. Dennoch betont Gastel, dass weitergehende Ausbaumaßnahmen unverzichtbar seien, um den wachsenden Fahrgastzahlen gerecht zu werden.
Mit der jüngsten Verzögerung erstreckt sich die Bauzeit nun bis 2031 – die Kosten liegen mittlerweile bei mehr als dem Doppelten der ursprünglichen Kalkulation. Zwar könnten digitale Fortschritte den Betrieb verbessern, doch bleiben Zweifel, ob der Bahnhof den künftigen Anforderungen gewachsen sein wird. Kritiker fordern weiterhin Nachbesserungen, um anhaltende Kapazitätsengpässe zu vermeiden.






