Toyota trotzt Lieferkettenkrisen und steigt in Europa auf Platz zwei auf
Claudia SchmitzToyota trotzt Lieferkettenkrisen und steigt in Europa auf Platz zwei auf
Toyota festigt seine Position in Europa trotz globaler Lieferkettenprobleme
Trotz weltweiter Herausforderungen in den Lieferketten hat Toyota seine Marktstellung in Europa ausbauen können. Das Unternehmen kletterte von Platz sieben im Jahr 2018 auf den zweiten Rang im europäischen Markt bis 2021. Sein Erfolg gründet auf Anpassungsfähigkeit in Zeiten von Engpässen und Störungen.
Eine Schlüsselrolle spielte dabei das Toyota-Produktionssystem (TPS), das dem Konzern half, aktuelle Krisen zu meistern. Als ein Mangel an Halbleitern die Produktion bedrohte, setzte das Unternehmen in Frankreich Prioritäten: Hybridmodelle wurden gegenüber Fahrzeugen mit Verbrennungsmotor bevorzugt. Diese Umstellung half, größere Verluste in der europäischen Fertigung zu vermeiden.
Während der Blockade des Suezkanals im März 2021 nutzte Toyota sein Kanban-System, um den Betrieb aufrechtzuerhalten, ohne interne Lagerbestände verlegen zu müssen. Das Unternehmen verfolgte die auf gestrandeten Schiffen befindlichen Teile und ordnete vorübergehende Produktionsstopps in europäischen Werken an. Die Abteilung für Produktionssteuerung sorgte durch präzise Planung für Stabilität.
Leon van der Merwe, Vizepräsident für Lieferkette und Produktionssteuerung bei Toyota Motor Europe, wird diese Strategien auf der Automotive Logistics and Supply Chain Europe-Konferenz in München vorstellen. Sein Vortrag vom 2. bis 4. Mai konzentriert sich auf Toyotas eingebaute Resilienz gegenüber Lieferkettenstörungen.
Toyotas strukturierter Ansatz zur Problemlösung hat das Wachstum in Europa gesichert. Dank des TPS und des Kanban-Systems gelang es dem Unternehmen, Bestände mit der Nachfrage in Einklang zu bringen und Stillstandszeiten zu minimieren. Diese Methoden haben sich sowohl bei Halbleiterknappheit als auch bei Verspätungen im Schiffsverkehr bewährt.






