Warnstreik am Münchner Flughafen: Längere Wartezeiten für Reisende erwartet
Claudia SchmitzWarnstreik am Münchner Flughafen: Längere Wartezeiten für Reisende erwartet
Reisende am Münchner Flughafen müssen am Freitag, den 9. März 2023, mit Verzögerungen rechnen. Ein von der Gewerkschaft Verdi organisierter Warnstreik wird den Frühbetrieb beeinträchtigen, obwohl keine Flüge gestrichen wurden. Rund 100 Beschäftigte wollen sich an der Aktion beteiligen, was zu längeren Wartezeiten für Passagiere führen dürfte.
Der Ausstand beginnt um 5:00 Uhr und endet um 10:00 Uhr. Betroffen sind vor allem Mitarbeiter, die für die Passagier- und Gepäckkontrollen zuständig sind. Die Angestellten, die nach dem Tarifvertrag für den öffentlichen Dienst von Bund und Kommunen bezahlt werden, fordern eine Lohnerhöhung von 10,5 Prozent. Verdi verlangt zudem eine monatliche Mindesterhöhung von 500 Euro für Geringverdiener.
Die Arbeitgeber haben ein Gegenangebot vorgelegt: eine schrittweise Gehaltserhöhung von 5 Prozent über zwei Jahre sowie eine einmalige Zahlung von 2.500 Euro. Die Verhandlungen stecken jedoch in einer Sackgasse, die nächste Verhandlungsrunde ist in drei Wochen angesetzt.
Obwohl mit Verzögerungen zu rechnen ist, bestätigten die Flughafenbehörden, dass alle Flüge wie geplant stattfinden werden. Passagiere werden aufgefordert, früher als üblich am Flughafen einzutreffen, um mögliche Wartezeiten einzuplanen.
Der fünfstündige Streik wird die morgendlichen Abläufe am Münchner Flughafen stören. Weitere Gespräche zwischen Verdi und den Arbeitgebern stehen in den kommenden Wochen an. Bis dahin müssen Reisende mit weiteren Verzögerungen rechnen, falls keine Einigung erzielt wird.






