Digitale Pässe sollen Transparenz bei grünem Wasserstoff revolutionieren
Tim KellerDigitale Pässe sollen Transparenz bei grünem Wasserstoff revolutionieren
Lhyfe und das Münchner Unternehmen Atmen kooperieren, um die Transparenz in der grünen Wasserstoffproduktion zu erhöhen. Die Partnerschaft führt digitale Produktpässe für jede Wasserstofflieferung ein, die Herkunft und Emissionsdaten detailliert auflisten. Beide Unternehmen wollen damit einen neuen Maßstab für Rückverfolgbarkeit in der Branche setzen.
Der Startschuss für die Zusammenarbeit fällt am Lhyfe-Standort in Bouin, Frankreich, mit Plänen für eine spätere Ausweitung auf weitere Standorte. Jede Lieferung grünen Wasserstoffs wird künftig einen digitalen Pass erhalten, der Produktionsdetails und den enthaltenen CO₂-Fußabdruck angibt. Dieses System stärkt das Vertrauen in die Nachhaltigkeit des Lhyfe-Wasserstoffs.
Zudem arbeitet Lhyfe daran, die RFNBO-Zertifizierung für seine Produktionsstätten zu erlangen. Dieses Siegel bestätigt, dass der Wasserstoff durch Wasserelektrolyse mit erneuerbarem Strom klimaneutral hergestellt wird. Sobald die Zertifizierung vorliegt, wird der digitale Pass das Prüfsiegel „RFNBO-konform“ tragen.
Atmen-Chefin Flore de Durfort bezeichnete die Partnerschaft als Meilenstein für die Rückverfolgbarkeit von Wasserstoff. Gemeinsam wollen die Unternehmen volle Transparenz über Herkunft und Umweltauswirkungen des Lhyfe-Wasserstoffs schaffen.
Die digitalen Pässe werden zunächst in Bouin eingeführt und später auf andere Lhyfe-Standorte ausgeweitet. Die RFNBO-Zertifizierung läuft noch, doch künftig soll das Siegel in den Pass integriert werden. Die Initiative zielt darauf ab, mehr Verantwortung und Vertrauen in die Lieferketten für grünen Wasserstoff zu schaffen.






