Forschungsprojekt Athletin-D revolutioniert Training für Spitzensportlerinnen durch Zyklusforschung
Claudia SchmitzForschungsprojekt Athletin-D revolutioniert Training für Spitzensportlerinnen durch Zyklusforschung
Großes Forschungsprojekt untersucht Einfluss des Menstruationszyklus auf Spitzensportlerinnen
Ein neues, umfangreiches Forschungsvorhaben erforscht, wie der Menstruationszyklus weibliche Leistungssportlerinnen beeinflusst. Die unter dem Namen Athletin-D laufende Studie wird von mehreren deutschen Universitäten getragen und zielt darauf ab, Trainingsmethoden und Gesundheitsvorsorge für Sportlerinnen zu verbessern. Für die auf vier Jahre angelegte Initiative wurden rund 1,6 Millionen Euro an Fördergeldern eingeworben.
Am Projekt Athletin-D wirken Expertinnen und Experten der Universitäten Freiburg, Bochum und Wuppertal sowie der Technischen Universität München mit. An der Universität Freiburg leitet das Team von Dr. Jana Strahler die Forschung zu hormonellen Veränderungen, Stressleveln, Lebensstilfaktoren und psychischer Gesundheit. Ihre Arbeit soll aufzeigen, wie sich diese Aspekte auf Leistung und Regeneration im Sport auswirken.
Kernziel des Vorhabens ist die Entwicklung eines digitalen Systems für individualisiertes Training und Gesundheitsmanagement. Die Forscher arbeiten eng mit Athletinnen, Trainerinnen, Trainern und Spitzenverbänden zusammen, um sicherzustellen, dass die Erkenntnisse direkt in die Praxis übertragen werden können. Durch die Fokussierung auf geschlechtsspezifische Unterschiede will das Team bestehende Lücken in aktuellen Trainingsansätzen schließen.
Gefördert wird die Initiative vom Bundesinstitut für Sportwissenschaft; sie läuft bis 2028. Das Budget von 1,6 Millionen Euro fließt in Datenerhebung, Auswertung und die Entwicklung praxistauglicher Werkzeuge für Sportlerinnen.
Die Ergebnisse könnten zu maßgeschneiderten Trainingsprogrammen für Frauen im Spitzensport führen. Geplant ist zudem eine digitale Plattform für individuelle Trainingsplanung und Gesundheitsüberwachung. Die Projekterkenntnisse könnten auch Einfluss auf übergeordnete Richtlinien im Frauen-Leistungssport nehmen.






