Unternehmer aus Altötting wegen Lohnbetrugs zu vier Jahren Haft verurteilt

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Ein Blatt Papier mit handgeschriebenem Text darauf.

Unternehmer aus Altötting wegen Lohnbetrugs zu vier Jahren Haft verurteilt

Ein 55-jähriger Unternehmer aus dem Landkreis Altötting ist wegen Lohnbetrugs, Steuerhinterziehung und illegaler Beschäftigung zu einer Haftstrafe verurteilt worden. Das Gericht verhängte eine Freiheitsstrafe von vier Jahren und sechs Monaten, nachdem jahrelange betrügerische Machenschaften aufgedeckt worden waren. Seine ehemalige Lebensgefährtin erhielt ebenfalls eine Bewährungsstrafe wegen ihrer Beteiligung an den Straftaten.

Der Unternehmer hatte wiederholt gegen Arbeitsgesetze verstoßen. Über einen Zeitraum von fünf Jahren meldete er mehr als 100 Beschäftigte nicht bei der Sozialversicherung an und zahlte ihnen stattdessen Bargeld aus. Dadurch entstanden den Sozialversicherungsträgern Verluste in Höhe von 851.884,36 Euro.

Es war nicht sein erster Verstoß: Bereits früher war er wegen ähnlicher Delikte verurteilt worden, entzog sich jedoch einer Haftstrafe durch Flucht in die Türkei. Zollfahnder spürten ihn später auf, was zu seiner Festnahme und Auslieferung nach Deutschland führte. Seine damalige Partnerin, die offiziell als Geschäftsführerin eingetragen war, erhielt eine zweijährige Bewährungsstrafe sowie eine Geldbuße. Das Gericht sah sie als Mittäterin der betrügerischen Aktivitäten an.

Illegale Beschäftigung dieser Art schadet dem fairen Wettbewerb. Sie untergräbt seriöse Unternehmen, entzieht dem Staat Steuereinnahmen und schwächt die Sozialversicherungssysteme. Zudem treibt sie die Arbeitslosigkeit in die Höhe, indem gesetzlich abgesicherte Arbeitsplätze durch undeklarierte Tätigkeiten ersetzt werden.

Der Unternehmer muss nun eine lange Haftstrafe antreten. Der Fall zeigt die finanziellen Schäden auf, die durch Lohnbetrug und Schwarzarbeit entstehen. Die Behörden gehen derzeit nicht von einer übergeordneten Organisation hinter den illegalen Beschäftigungsverhältnissen in Südostoberbayern aus.

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