Gerichtsstreit in München: Darf Rote Bete Bio-Wurst ihre Farbe geben?
Rote Bete im Bio-Fleisch? - Verhandlung am Verwaltungsgericht - Gerichtsstreit in München: Darf Rote Bete Bio-Wurst ihre Farbe geben?
Ein Rechtsstreit über die Verwendung von Roter Bete in der Bio-Fleischproduktion wird derzeit am Verwaltungsgericht München verhandelt. Im Mittelpunkt steht die Frage, ob das Gemüse rechtmäßig Wurstwaren zugesetzt werden darf, um deren Farbe zu verbessern und sie auf natürliche Weise zu konservieren. Branchenverbände, darunter die Bayerische Metzger-Innung, verfolgen das Verfahren mit großer Aufmerksamkeit.
Der Streit entstand nach der EU-Entscheidung vom vergangenen Jahr, die zulässigen Grenzwerte für Nitrite und Nitrate in verarbeitetem Fleisch zu senken. Diese Maßnahme hat die Hersteller dazu veranlasst, nach Alternativen zu suchen – wobei sich Rote Bete als beliebte Lösung für Bio-Fleischproduzenten herauskristallisiert hat.
Das Gericht prüft nun, ob ein deutsches Unternehmen gegen Vorschriften verstoßen hat, indem es Brät mit Rote-Bete-Saft oder -pulver vermischte. Bio-Hersteller nutzen Rote Bete häufig als natürliche Nitratquelle, das sich während der Verarbeitung in Nitrit umwandelt. Dadurch entsteht die bekannte "Pökelrot"-Färbung bei gepökelten Fleischwaren – ganz ohne synthetische Zusätze.
In der Fleischproduktion erfüllt Rote Bete zwei Hauptfunktionen: Sie dient als natürlicher Farbstoff, der Würsten eine ansprechende rosa Note verleiht, und ersetzt Nitrite, deren Einsatz die EU 2023 weiter eingeschränkt hat. Die verschärften Regeln haben die Hersteller dazu gedrängt, pflanzliche Alternativen zu finden.
Wissenschaftler forschen zudem an Methoden, um Würste mit wenig oder ganz ohne Nitrit herzustellen – unter Einsatz von Gemüsepulvern, die Sicherheit und Optik erhalten sollen. Doch nun muss das Gericht klären, ob Rote Bete als zulässige Verarbeitungsmethode in der Bio-Produktion gilt oder als nicht genehmigter Zusatzstoff einzustufen ist.
Die Bayerische Metzger-Innung zeigt großes Interesse am Ausgang des Verfahrens, da das Urteil die Herstellung von Bio-Fleisch in ganz Deutschland beeinflussen könnte. Ein Verbot von Roter Bete würde die Produzenten zwingen, ihre Rezepte umzustellen oder nach anderen natürlichen Konservierungsstoffen zu suchen.
Die Entscheidung des Gerichts wird darüber bestimmen, ob Rote Bete weiterhin ein legales Zutat in der Bio-Fleischverarbeitung bleibt. Fällt das Urteil zugunsten des Unternehmens aus, könnte dies einen Präzedenzfall für den breiteren Einsatz pflanzlicher Nitrit-Ersatzstoffe schaffen. Andernfalls müssten die Hersteller ihre Rezepte anpassen oder mit strengeren Kontrollen bei natürlichen Zusätzen in gepökelten Fleischwaren rechnen.
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